Mittwoch, 1. Januar 2014

Das Michael Schumacher Syndrom...

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein frohes neues Jahr Ihnen allen. Ich hoffe sie sind gut ins neue Jahr gestartet und wohl auf. Eigentlich wollte ich nichts über Michael Schumacher und seinen schweren Skiunfall schreiben, da diese Welt ganz andere elementare Probleme zu bewältigen hat, wie z.B. die weltweite Hungersnot, der alle 3-6 Sekunden ein Kind zum Opfer fällt.

Doch wenn ich mitbekomme, neben meinen Notdiensten über die vergangenen Feiertage, wie selbst das Bundeskanzleramt den Angehörigen von Michael Schumacher kondulieren lässt und offiziell eine Pressekonferenz abgibt, dann frage ich mich ob dies noch verhältnismässig ist, den Unfall und die Person Michael Schumacher so hoch zu spielen. Gänzlich unerklärlich ist für mich, wie überhaupt offiziell seitens der Bundeskanzlerin dem Steuerflüchtling Michael Schumacher derartig gehuldigt werden kann. 1996 verließ Michael Schumacher Deutschland nur aus einem Grund - er wollte keine Steuern in Deutschland zahlen. Da ist nach meinem dafürhalten jedwede offizielle Beileidsbekundung auf Kosten des Steuerzahler vollkommen unangebracht. Das mag Frau Merkel privat veranlassen, aber nicht auf Kosten des Steuerzahlers - egal wie schwer der Unfall von Herrn Schumacher war.


Beispiel für ein Subduralhämatom
 mit aufgehobenen rechten Ventrikel
im Computertomogramm des Schädels.
Die Blutung ist auf der rechten Seite als weissliche
sichelförmige Struktur zu erkennen. Die Mittellinie des Gehirns ist
nach links verlagert und nur der linke Seitenventrikel ist zu erkennen.
Ungeachtet, dass Michael Schumacher als Steuerflüchtling in der Schweiz, nun gesundheitlich im wahrsten Sinne eine ungewisse Zukunft vor Augen hat, erscheint die Berichterstattung der Mainstreammedien ebenso unangebracht wie unangemessen. Da hiess es doch tatsächlich, dass fehlende Nachrichten zum Zustand von Michael Schumachers Gesundheit einen positiven Trend darstellen würden. Man kann angesichts solcher Propaganda und des zu vermutenden fatalen - ja infausten Gesundheitszustandes von Herrn Schumacher - da nur den Kopf schütteln.

Nur zu Erinnerung - vor 5 Tagen war der Mann noch unter den Lebenden - jetzt ist er dem Wachkoma näher, als dem Leben. Auch seinen Tod muss man nach wie vor einplanen. Ein positiven Trend vermag ich gegenüber der Situation von letzter Woche da nicht zu erkennen.

Die Wahrheit dürfte wohl eher sein, dass selbst, wenn Michael Schumacher überlebt, dieser schwerste neurologische, wie auch kognitive Defizite davon tragen wird. Zwar sind mir Details zum Schädelhirntrauma ebenso wenig bekannt wie allen anderen, aber aus eigener klinischer Erfahrung heraus ist zu konstatieren, dass bei einem derart schweren Schädel-Hirntraum, nach bereits vor Jahren stattegehabter Schädelbasis-Fraktur allein vom vermuteten Unfallhergang her schwerste Schäden im Kopfbereich zu vermuten sind - Zahnverluste, Seh und Hörverlust möglicherweise mit eingeschlossen, die wohl jedoch eher das kleinere Übel gegenwärtig darstellen dürften, wenn Michael Schumacher überleben sollte.

Es ist davon auszugehen, dass neben den druckentlastenden Operationen, welche mit der Entfernung der vermutlich existierenden Subduralhämatome, es zusätzlich zu Einblutungen ins Hirnparenchym gekommen ist. Im schlimmsten Fall im Bereich der Stammganglien - mit entsprechenden fatalen Folgen. Sollte es zudem zu Subarachnoidalblutungen, wie auch Zerreissung der arteriellen Menigealgefässe gekommen sein, wovon auszugehen ist, dann ist es führ wahr nicht gut um Michael Schumacher bestellt, selbst, wenn er alles überleben sollte.

Gehen sie davon, aus, dass wenn Michael Schumacher überleben sollte, dieser schwereste neurologische, wie auch kognitivie Defizite davon tragen wird. Sollte es zu schweren Verletzungen des Rückenmarks gekommen sein, so ist eine Querschnittslähmung ebenso möglich, die seine Gesamtprognose für den weiteren Lebensweg hinsichtlich der Lebensqualität weiter einschränken dürfte. Das gleiche gilt im Falle einer Massenblutung im Bereich der Stammganglien des Gehirns - vor allem wenn diese arterieller Natur gewesen sein sollte. Lähmungen im Sinne einer Halbseitenlähmung sind dann unausweichlich.

Derzeit ist zu vermuten, dass Herrn Schumacher Teile der Schädelkalotte entfernt wurden um eine Einklemmungssymptomatik mit Todesfolge durch das begleitende zu vermutende Hirnödem zu verhindern. In wie weit durch Aufprall neben möglicher Gesichtsschädelfrakturen nach Le Fort ebenso Weichteilschäden am Gehirn zusätzlich im Sinne eines Contre Coup Effektes aufgetreten sind, lässt sich nicht abschätzen. Sie sollten aber beim Auftreten von subdural und subarachnoidal Blutungen als wahrscheinlich angenommen werden. Die Folgen von Verlust der Sprache bis hin zur Prosopagnosie - also der Möglichkeit der Rindenblindheit - sind ebenso zu diskutieren.

Vor diesem Hintergrund in den Medien von einem positiven Trend zu sprechen ist eine Verfälschung der real existierenden und zu vermutenden Sachlage von nicht unerheblichem  Ausmass. Michael Schumacher wird sich - sofern er überlebt - in einer gewaltigen Lebenskrise wiederfinden - die er vielleicht nicht einmal bewusst - wie im Falle eines möglichen dauerhaften Wachkomas - miterleben wird. Auf jeden Fall dürfte er sein bisheriges ausschweifendes Leben in alter Form nicht mehr fortführen können. Eher ist zu erwarten, dass neben deutlichen Symptomen einer massiven Defektheilung, er sich glücklich wird schätzen können, wenn er wengistens einigermassen wieder am alltäglichen Leben wird teilnehmen können und wenn er Glück hat nicht auf externe Hilfe bei alltäglichen Dingen des Lebens angewiesen ist. Eine weitere Folge dürfte ein posttraumatisch entstehendes starkes Müdigkeitssyndrom sein, wie es sehr häufig bei Schädel-Hirn Verletzungen zu finden ist.

Dazu wird es zusätzlich einer sehr langwierigen Rehabilitation bedürfen. Interessant dürfte dabei sein, wie seine Ehefrau Corinna Schumacher sich verhalten wird. Denn das Corinna Schumacher einstmal Frenzen kurzerhand stehen liess um mit Schumacher sich zu lieren ist zwar schon fast 20 Jahre her, aber weist doch auf bestimmte Persönlichkeitsmerkmale bei der Noch-Ehefrau Corinna Schumacher hin. Jetzt wo Michael Schumacher wahrscheinlich als Pflegefall enden wird, wird sich zeigen, aus welchem Holz seine Frau geschnitzt ist. Da Kinder mit im Spiel sind, dürfte sie wohl Michael Schumacher auch mit Blick auf die Öffentlichkeit zunächst nicht im Stich lassen. Wie dies allerdings in einigen Jahren aussehen wird, bleibt offen...

Schumacher werden seine Millionen wenig nützen, wenn es darum geht die Folgen des schweren Schädel-Hirntraumas zu bewältigen. Da hilft kein Geld der Welt. Ist das Hirn hinüber, so ist es hin - da beisst die Maus keinen Faden ab. Zwar können Teilfunktionen des menschlichen Gehirns durch intakt gebliebene Hirnstrukturen und deren partielle Reserven durch entsprechende Rehamassnahmen reaktiviert werden - aber eine vollständige Wiederherstellung zerstörter Hirnanteile ist nicht möglich. Da bleiben, sofern er überlebt, mehr oder wenig massive Defekte zurück, wobei spätere Narbenbildungen verletzter Hirnareale entsprechend zeitversetzt später eine sekundäre Epilepsie nach sich ziehen können.

Wie gesagt Schumacher kann sich glücklich schätzen, wenn er einigermassen der alte bleiben sollte, sprich sprechen, hören, sehen und sich selbst fortbewegen kann und nicht im Wachkoma endet - alles andere darüber hinaus wäre schon ein echter persönlicher Erfolg  für seine Gesundheit und damit für seinen weiteren Lebensweg.

So bleibt nur im Interesse seiner Kinder und der Familie zu hoffen, dass er möglichst wenig Schäden davon wegträgt. Lächerlich ist es dem Bewusstlosen Schumacher via Twitter oder anderer Medien irgendwelche Grussbotschaften zu senden. Diese lächerliche Berichterstattung über Genesungswünsche an einen im Koma liegenden Patienten seitens ranghoher Politiker bei dem Steuerflüchtling Schumacher gehören in den Bereich der Massenpropaganda und sind als grotesk und surreal einzustufen. Jeder der solche Nachrichten absetzt hat eher mehr seine eigene mediale Präsenz im Auge, als das zukünftige Wohl der Schumachers. Pflegen wird von denen später Michael Schumacher eh keiner.

Diese mediale Berichterstattung gehört zum Schumacher Syndrom - sprich der Mainstreampropaganda, die selbst einen später nur noch teilintakten Michael Schumacher, den Massen als Erfolg wird verkaufen wollen. Das Michael Schumacher mit dem Unfall vom Wochenende seinen eigenen Lebensabend betreten hat, wird dabei geflisstentlich unterschlagen. Das nachfolgende Video zeigt eine akutes Subduralhämatom wie es bei Michael Schumacher in ähnlicherweise vorliegen dürfte - möglichweise wesentlich ausgedehnter...


Hören wir also auf die Lage in der Causa Schumacher schön zu reden, wie es die Pressefuzzis tun. Sie ist ernst - mehr als ernst. Schumacher hat die Piste verlassen - nicht nur im Skigebiet, sondern auch im echten Leben. Zurückkehren wird er sehr wahrscheinlich nur als gebrochener Mann und ein Schatten seiner selbst gegenüber vergangenen Zeiten.

Aber selbst dann hat er die Chance am Ende - doch noch einen glücklichen Lebensabend zu verbringen - sofern die Schäden nicht noch zunehmen. Er wusste was er tat - als er die Skipiste verliess - entgegen der immer wieder bekannten Hinweise und Warnungen in den Skigebieten dies nicht zu tun.

Nun wird er auch die Konsequenzen tragen müssen. Schumacher ist ein Beispiel und Synonym für jene Kaste in unsere Gesellschaft, die meint sich nicht an die Regeln der Allgemeinheit halten zu müssen und die meint für sie gelten andere Gesetze und Regeln und sie ständen über den Dingen der Welt und über der Gesellschaft. Wie schnell sich für jene die Dinge ins Gegenteil verkehren können, wenn sie sich ausserhalb der Gesellschaft bewegen zeigen die Umstände im Fall Schumacher.

Der Bundesregierung und der Politik ist allerdings zu raten dem Steuerflüchtling Schumacher nicht auch noch offiziell auf Kosten des Steuerzahlers zu huldigen. Dies können die Poliltiker privat handhaben wie sie wollen, aber Steuergeld dafür einzusetzen, ggf. dem kranken Schumacher später auch noch auf Kosten des Steuerzahlers zu besuchen ist vollkommen deplatziert - ebenso wie die falsifizierende Berichterstattung der Medien.

Michael Schumacher wird vermutlich Monate ohne Teile seiner Schädeldecke leben müssen - ehe diese in einer späteren Operation ersetzt wird. Es würde mich überraschen, wenn die Schädeldecke nicht in Teilen dauerhaft entfernt wurde um einer Einklemmung des Stammhirns vorzubeugen. Sollte es zu Einblutungen in die Hirnventrikel gekommen sein, dann dürfte die Prognose quo ad vitam für Michael Schumacher sich deutlich verschlechtern.

Letzenendes liegt Michael Schumachers Leben in Gottes Händen.

Wünschen wir ihm das beste - auch wenn er in Deutschland keine Steuern bezahlt und früher als Jugendlicher bereits auf der heimischen Rennbahn als Pubertierender Sprössling eine grosse Klappe hatte. Sollte er dieses Trauma überleben, so wird er sicherlich ein anderer Mensch sein - und nicht mehr der der er vorher war.

Noch eines zeigt das Schumacher Syndrom und der Grössenwahn der damit einhergeht. Selbstüberschätzung und das nicht beachten von Regeln kann fatale und unerwartete Folgen haben. Die Dinge im Leben können sich jederzeit abrupt ändern - nicht nur auf der Skipiste.

Treffen Sie Vorsorge, leben Sie ihr Leben und vor allem bleiben Sie gesund.

Herzliche Grüsse,

Cord Uebermuth.

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