Mittwoch, 29. Oktober 2014

Wie verhalten Sie der US-Dollar und der Kanada-Dollar zum Euro?

Während der Dollar am Dienstag per saldo weiter gegen den Euro Boden verlor und selbst der Ifo-Index vom Montag den Euro nicht mehr unter Druck setzen konnte - ging es beim EURCAD gestern mächtig auf und ab. Da wurden intraday bei einigen Marktteilnehmern offenbar einige Stops abrasiert - und zwar auf beiden Seiten.

Beim EURCAD bleibt festzuhalten, dass in den letzten 2 Monaten, nach dem ersten Rallyschub auf 1.4390 EURCAD, ein zweiter Rallyschub, wie prognostiziert auf 1.45 EURCAD führte. Auf jeder dieser Rallyschübe, deren Charakteristikum, die Bendigung des sekundären Abwärtstrendes vom März 2014 im Sinne der Dow Theorie ist. folgte eine Akkumulationsphase. Dabei wurden höhere Hochs und higher lows ausgebildet, was auf eine erfolgte Beendigung des sekundärzyklischen Abwärtstrendes beim EURCAD hinweist.

Denn die strategischen Stops der Shortpositionen dürften mit Bruch der 1.4390 EURCAD Marke vor 2 Wochen nun geschlossen werden. Auf der anderen Seite können die Bären argumentieren, dass der Rückfall unter den zuvor gebrochenen Abwärtstrend bearish ist und die seit 2 Monaten laufenden Bewegungen eine bearishe Konsolidierung innerhalb des im März begonnenen Abwärtstrendes beim EURCAD sind. Ähnliches Argumentationen sind auch beim EURUSD möglich.

Erst durch das lanzieren von Falschmeldungen durch Reuters am Dienstag vor einer Woche - wurden die Eurobullen von den Dollarbullen nochmal attackiert und lösten neue Verkaufssignale zu Lasten des Euros aus. Gleichwohl weisen diverse Zeitebenen darauf hin, dass der Euro gegen den Dollar deutlich aufwerten könnte. Es muss als wahrscheinlich angesehen werden, dass aus der überverkauften markttechnischen Verfassung heraus - und zwar auch in den höheren Zeitebenen, die Eurobullen demnächst zu einem Bullrun ansetzen. Bleibt ein solcher aus, dann könnte der Euro tatsächlich noch mal weiter abstürzen. Es wurde bereits vor rund 5 Wochen auch eine anstehende Rallyphase zu Gunsten des Euros in den kommenden Wochen und Monaten skizziert. Dieses Szenario ist weiterhin noch intakt, steht aber noch auf tönernen Füßen.

Sowohl im EURCAD, liegen wie im EURUSD, im eigenen Handelssystem intakte gültige Longsignale  zu Gunsten des Euros vor, die trotz der skalpierenden Marktbewegungen - auch im EURCAD - nicht negiert wurden und somit intakt sind. Allerdings können diese bei einem Kursrutsch des Euros in kurzer Zeit wieder zunichte gemacht werden. Es mag sein, dass einige Marktteilnehmer meinen eine im Chart von tradesignalonline sichtbare Kurslücke bei 1.4144 EURCAD schliessen zu müssen, doch realiter handelt es sich bei dieser vor 8 Tagen gerissenen Kurslücke im EURCAD um ein bullish zu wertendes breakaway gap, dass übrigens im frühen Handel am Sonntag vor einer Woche regulär durchhandelt wurde und insofern keines Lückenschluss-Szenarios auf der Unterseite mehr Bedarf. Doch dieser Interpretation muss der Markt nicht folgen. Es sei an dieser Stelle auch daran erinnert, dass im EURCAD bei 1.5445 EURCAD eine Kurslücke vom Frühjahr diesen Jahres existiert, deren Lückenschluss bis heute nicht vollzogen wurde. Umgekehrt gibt es aber auch noch bei 1.3890 EURCAD eine Kurslücke aus dem Jahre 2013. Diese Lücke vom März 2014 ist rund 15 Pips gross und liegt 1200 Pips oberhalb des aktuellen Kursnieveaus. Die ältere Kurslücke bei 1.3890 EURCADD hingegen ist bislang nicht geschlossen worden. Auf der anderen Seite besteht bei Unterschreiten der 1.40 EURCAD-Marke ein nicht unerhebliches Abwärtsrisiko auf der Unterseite, welches einen Anstieg ebenso konterkarieren kann. In dem Fall rechne ich mit einem Kurslückenschluss bei 1.3890 EURCAD. Wie es dann in einem solchen Szenario weitergeht bleibt offen.

Es ist zudem interessant festzustellen, dass die Bewegungen des CAD$ in den letzten 2 Jahrzehnten in der Summe ähnlicher - wenn auch nicht kongruenter - Gestalt sind und den Kursverlauf des EURUSD gegenüber dem Euro ebenfalls nachzeichnen, wenn auch in stärkerem Ausmass. Macht man sich die Mühe und zeichnet eine Matrix aus EURCAD zum EURUSD so stellt man fest, dass es neben den ähnlich  verlaufenden Bewegungsmustern beider Dollarabkömmlinge - auch gemeinsame charttechnische Kummulationsebenen zu geben scheint, an denen wichtige Dreh und Wendepunkte definiert werden könen. Im Wochenchart habe ich diese für sie einmal zusammengefasst. Dabei wurden die Hochpunkte und die Tiefpunkte in den letzten beiden Jahrzehnten von EURCAD und EURUSD bei beiden Devisenpaaren aufeinander abgebildet. Das Ergebnis sieht dabei so aus:

EUR/CAD und EUR/USD in der gemeinsamen Matrix der letzten 20 Jahre...

Chart erstellt mit www.tradesignalonline.com
Es fallen in der EUR/CAD - EUR/USD Kombimatrix - mehrere Dinge auf:

1. Die Bewegungsmuster der Wellen bei EURCAD und EURUSD verlaufen ähnlich, im EURCAD jedoch in wesentlich stärkerem Ausmass. Wobei bis zum Jahre 2006 ein mehr oder weniger übereinstimmender Verlauf zwischen EURCAD und EURUSD existierte.  Spätesten seit 2009 wertete der Kanada-Dollar aber stärker gegen den Euro auf, als der Dollar. Ob der Kanada-Dollar diese Outperformance gegen den Dollar und Euro wird halten können ? Dies bleibt abzuwarten. Denn die geplanten Freihandelsabkommen zwischen den USA bzw. Kanada und Europa könnten die alten Bewertungsverhältnisse aus der Zeit vor Ausbruch der Finanzkrise wieder herstellen.

2. Schaut man die von mir erstellte Matrix genauer an, so besteht offenbar ein interner Zusammenhang zwischen den Kursen von EURUSD und EURCAD, welche in der Matrix durch entsprechende Quadrate von mir markiert wurden. Legt man nämlich in diese Matrix des Wochencharts der letzten beiden Jahrzehnte die Fibonacci-Relationen, so entwickelten EUR/CAD und EUR/USD interessanterweise an den so definierten Fibonacci-Verhältnissen, Trendwendemarken.

3. Seit 2012 scheint sich aber ein neuer Kopplungsmechanismus zwischen EUR/CAD und EUR/USD zum Euro auszubilden. Diese habe ich in den gelben Quadrakten markiert. Denn seit rund 2 Jahren folgen die Chartmarken und Auflagepunkte an den logarythmischen Fibokorrelationen in der eingezeichneten Matrix, welche sich im übrigen aus dem Hochpunkt im EURCAD im Frühjahr bei 1.5586 EURCAD herleiten lässt.

Geht es nach dieser Matrix und den neuen Korrelationsverhältnissen in der vorgestellten Matrix, dann könnte der EURCAD in den kommenden Wochen und Monaten auf zunächst 1.4404 EURCAD und nachfolgend auf 1.4811 EURCAD steigen. Umgekehrt ist aber auch ein weiteres Abgleiten in Richtung 1.34-1.35 EURCAD möglich.

Wegen der Korrelation der Bewegungsmuster hiesse dies für den EURUSD Wechselkurs, dass dieser analog in den kommenden Wochen und Monaten auf zunächst rund 1.34 EURUSD und später ggf. auf 1.37 EURUSD weiter anziehen könnte - oder alternativ auf rund 1.22 EURUSD fallen kann.

Da die Bewegungen beim EURCAD, wie oben ersichtlich gleichartig ausfallen, wäre bei einem Anstieg des EURUSD um 1000 Pips in den kommenden Wochen und Monaten - im EURCAD ein Mindeskursziel von 1.5115 EURCAD (blaue 50% Fibonacci Korrelation zum EURUSD) bzw. im logarhythmischen grünen Verlaufmuster ein Antieg des Euro´s auf 1.5535 EURCAD zu diskutieren. Umgekehrt droht ein Kurssturz des EURCAD, falls der Dollar doch noch weiter gen Süden tendiert. In dem Fall dürfte der Kanada Dollar auf 1.331 EURCAD fallen.

Wegen der oft zu beobachtenden überschiessenden Bewegungen im EURCAD im Verhältnis zum EURUSD in den letzten beiden Jahrzehnten, wäre bei einem Anstieg des Euros auf 1.37 EURUSD in der Zukunft in dieser Darstellung einer Korrelationsmatrix auch ein Anstieg des Euro gegen den Kanada-Dollar zu diskutieren, der  bei überschiessendem Marktverhalten den Euro auf die lineare Fibonacci Korrelationsmarke bei 1.5821 EURCAD befördern kann. 

In einer Begegnungsvariante zwischen EURUSD und EURCAD wäre auch ein Treffen bei 1.5582 EURCAD in der Zukunft zu erwägen. Dies kann alternativ aber auch ausbleiben und der Euro fällt gegen CAD auf 1.3522, während er gegen den USD auf 1.22 EURUSD nachgibt - oder im blauen Verlaufsmodell der Fibomatrix auf 1.15 EURUSD rutscht.

Auf jedenfall  zeigt die vorgestellt Matrix, bei der die Hoch und Tiefpunkte beider Währungspaare in den letzten Jahrzehnten aufeinander abgestimmt wurden dass zwischen beiden Fibonacciekorrelationen bestehen, die auf einen internen Zusammenhang bei der Ausbildung zyklischer Wendepunkte im übergeordneten Kontext hinweise und die viele Gemeinsamkeiten aufweisen.

Ob diese auf der Ober- oder Unterseite zustande kommen, muss mit Blick auf die diffuse technische Situation bei den Währungspaaren offengelassen werden. Im Zweifel gibt das Impulsverhalten die weitere Richtung vor.

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Montag, 27. Oktober 2014

Think twice - schliessen Sie die Augen und zählen Sie bis drei...





Supersunspots und Inflation...

Während dieser Tage mit Sunspot AR 2192 der drittgrößte Sonnenfleck der letzten 80-100 Jahre mit einer großen Anzahl von starken X-Flares sich bemerkbar gemacht hat und sich mit seinen gewaltigen Ausmassen auch optisch sich der Erde  zugewandt hat, ist es bislang troz zahlreicher X-Flares und noch mehr M-Flares auf dem Zentralgestirn nicht zu einer massiven Sonneneruption im Sinne eines zerstörerischen koronaren Massenauswurfes (CME) gekommen. 

Dafür hatten sich aber in der lezten Woche mit der steigenden Sonnenaktivität durch Sunspot 2192 die Kurse an den Märkten deutlich erholen können.

SUNPSPOT von 1947

Sunspot 14886 vom 7. April 1947

Ein Zusammenhang, der an dieser Stelle schon öfters heraus gestellt wurde. Steigende Sonnenaktivität bedeutet im Zweifel steigende Kurse und umgekehrt. Simpel und einfach - und oft besser als jeder Indikator und die meisten Analysten.

Schauen wir und die Historie der größten Sonnenflecken vor Sunspot AR 2192 genauer mal an. Vor Sunspot AR2192 gab es noch in 2001 den bislang zweitgrössten Sonnenfleck - und zwar am 29. März 2001. 

Dieser Sonnenfleck konnte bei seinem Erscheinen offenbar in der damals bereits begonnenen Abschwungphase den DAX von unter 5400 Indexpunkten bis zu seiner maximalen Ausprägung am 29. März 2001 um rund 600 Punkte steigen lassen - auf knapp unter 6000 Indexpunkte. Ehe es nach seinem Verschwinden zu einem Crash am Aktienmarkt kam.


Wir halten fest: Der Riesensonnenfleck im März 2001 am Ende des Solarzyklus konnte den damals bereits eingeleiteten Abschwung im DAX und den Leitbörsen mit dem Ende des 10-ten Solarzyklus kurzfristig stoppen und beförderte den DAX während seines Erscheinens um rund 500-600 Indexpunkte in die Höhe. 

Prozentual waren dies rund 10-12 Prozent Kursanstieg innerhalb weniger Tage.Nach seinem Verschwinden jedoch fing der Markt erneut an zu crashen und soff förmlich ab. Dieser Absturz endete erst vorübergehend rund 5 Monate später kurz nach dem Anschlag auf das WTC in New York, um sich danach noch bis zum März 2003 fortzusetzen.

Wir halten fest, dass der Markt in den letzten 2 Wochen ähnlich reagierte wie in 2001. Die Muster weisen auf auf eine hohe Ähnlichkeit hin.

Nach dem stattgehabten Kurssturz auf 8352 Indexpunkte im DAX konnte der DAX ebenfalls mit Erscheinen des Supersunspots AR 2192 diesmal quasi in Analogie zu 2001 rund 600 Punkte zulegen. Prozentual waren es in der Spitze fast 9 Prozent an Wertzuwachs. 

In absoluten DAX-Punkten fiel der Anstieg in etwa in derselben Größenordnung aus, wie 2001 beim letzten Supersunspot. 

Der geringere prozentuale Anstieg wäre, sofern man rein auf die Sonnenfleckengröße sich beschränkt, durch die kleineren Ausmasse des Sunspots AR 2192 und den in der Summe schwächeren und unterdurchschnittlich verlaufenden bisherigen Solarzyklus erklärbar - gegenüber dem in 2001 deutlich größeren Supersunspot, denn eine andere Bezeichnung fällt mir für solch große Megasunspots auf der Sonne nicht ein.

Doch wie sah die Lage 1947 aus, als der größte Supersunspot - mit der Bezeichnung 14886 - der letzten Jahrzehnte sich der Erde zuwandte und seinen Peak am 7. April 1947 erreichte? 

Diese Megasunspot von 1947 hatte sprichwörtlich gigantische Ausmasse, wie das Bild eingangs dieses Blogbeitrages bereits zeigt.  

Er löste mit seiner monatelangen Aktivität vielfältige Phänomene auf der Erde aus. Polarlichter waren teilweise bis nach Mexiko sichtbar. In der Phase seiner höchsten Aktivität fällt auch die Ufo-Absturz Hypothese von Roswell in New Mexiko. Ein interessanter Aspekt, wie ich finde.

Sollte es extraterristische Intelligenz geben, die der menschlichen Technologie überlegen ist, so wäre es durchaus denkbar, dass diese dennoch sich auch nicht dem magnetischen Effekten hoher Sonnenaktivität entziehen könnte und durch Black Outs - gleich welcher Art - zum Absturz gebracht werden kann. Doch lassen wir Roswell, Roswell sein...


Fakt ist, dass mit Erscheinen des Sunpots 14886 im April 1947 die Märkte in einen kurzfristigen Exzess versetzt wurden, der nach seinem Verschwinden nachliess und den Dow Jones bis 1949 in eine Stagnation versetzte bzw. schwächer tendieren liess. Ebenso folgte etwas mehr als 1 Jahr nach seinem Erscheinen die Währungsreform in Deutschland im Juni 1948, während die USA durch Inflation sich der Schulden entledigten - während Gold als veritabler Inflationsschutz für die Massen in den USA durch Bretton Woods ausgeschaltet war und sehr wahrscheinlich im Hintergrund von grossen Adressen in der damaligen Phase akkumuliert wurde.

Im April 1947 erreichte die Inflation in den USA ihren vorläufigen Hochpunkt - just zu der Zeit als der bis dahin größte Sunspot der jüngeren Geschichte sich der Erde zu gewandt hatte. Zufall ? 

Nun - ich glaube nicht. Die Inflationsraten erreichten damals im April 1947 in den USA ihre Rekordwerte von 20 Prozent. Eine Entwicklung, welche die der Börse in den folgenden Jahren nicht mehr auf die Beine half und nur seitwärts laufen liess. Inflation ist demnach nichts anderes als eine verschleierte Währungsreform - hält sich über einige Jahre an, dann ist der Effekt derselbe wie bei einem sofortigen Schuldenschnitt.

Herr Rehfeld von wellenreiter Invest hat vor einigen Jahren einen interessanten Artikel zu dem Thema geschrieben - zur Inflation und den Phasen der höchsten Zinssätze.


Die Lektüre des vorgennannte Artikel lohnt sich. Wir halten fest, dass in den beiden letzten Fällen nach dem Verschwinden von Supersunspots, wie jenem von 1947, wie aber auch in 2001, die Börsen in den folgenden 3 Jahren zumindest keine neuen Hochpunkte oberhalb ihrer vorherigen Verlaufshochs ausbilden konnten und im besten Fall wie 1947 stagnierten und seitwärts liefen - oder im für Aktienbesitzer ungünstigen Fall, wie nach 2001 in einen Crash einmündeten, von dem übrigens bemerkenswerterweise die Minenwerte nicht betroffen waren.

Das es 1947 nach dem Supersunspot nicht zu einem Crash kam, mag daran liegen, sofern man erneut nur auf solare Größenverhältnisse der Sunspots abzielt, dass der Supersunspot von 1947 noch eine Nummer größer war, als jener von 2001, und somit möglicherweise eher stützende Wirkung in den Folgejahren (Jahrzehnten?), auf welchen Wegen auch immer, indikativ auf den Markt ausübte und sein Erscheinen den Markt zunächst seitwärts verlaufen liess und später nachhaltige Kurssteigerungseffekte auslöste, was wahrscheinlich als langfristiger solarogener Effekt umschrieben werden kann.

Umgekehrt könnte man nun die Annahme treffen, dass Sunspot AR2192 als kleinster der drei letzten Supersunspots hingegen keine stützende Wirkung in ähnlichem Ausmass wie jener Supersunspot vom April 1947 entfalten wird - ja sogar als kleinster der drei letzten Supersunspots, eher auf einen kommenden Crash hinweist. Wäre da nicht die zeitliche Nähe zum letzten Supersun-Spot aus 2001 - trotz der kleineren Ausmasse des aktuellen Supersunspots. Denn beide Supersun-Spots trenne nur knapp mehr als 13 Jahre.

Die zeitliche Nähe zu dem Supersunspot aus 2001 könnte - sofern man einen nachhaltigen langfristigen Effekt durch das Auftreten von Supersunspots postuliert - auf für die Zukunft nominal steigende Kurse an den Aktienmärkten hinweisen, denen aber in Analogie zu den Mustern der Märkte in den Anfangsjahren nach Erscheinen eines solchen Supersunspots, erst einmal eine deutliche Schwächeperiode, die durchaus aus Crash verlaufen kann, vorausgeht.

Folgt der Markt diesem Muster der bisherigen Geschichte, so wäre in den kommenden Jahren eher mit bestenfalls seitwärts verlaufende Notierungen zu rechnen - möglicherweise sogar einer erneuten Crashphase an den Märkten, ehe es zu langfristig stark steigenden Notierungen kommt, die dann allerdings von deutlich erniedrigten Kursniveaus aus starten wird und die im Worst Case für den Dow Jones wie auch den DAX duch aus mehr als nur eine Kurshalbierung innerhalb recht kurzer Zeit beinhalten könnte.

Sollte in diese Phase hinein eine Inflation auftreten, die 20 Prozent erreicht, und bei der beispielsweise die Zinsen per Gesetz über Jahre, wie z.B. auch in Argentinien in 2001 passiert, gedeckelt werden, dann würde damit sehr wahrscheinlich erst einmal der Sparer enteignet und später durch diese Entwicklung ein langfristiger erneut ansteigender Zyklus eingeleitet.

Fazit: 

Wahrscheinlich wird der durch Sunspot AR2192 ausgelöste kurzfrisitge Anstieg schon bald sein Ende finden, womöglich schmieren die Aktienmärkte schon in naher Zukunft ähnlich massiv ab, wie nach Auftreten des letzten Supersunspots am 29. März 2001 und dessem anschliessenden Verschwinden. In dem Fall wäre mit einem Crash in den kommenden Jahren an den Aktienmärkten für Standardwerte zu rechnen, ehe nach Abschluss desselben, die Märkte in eine langfristige neue Aufschwungphase einmünden. 

Folglich könnte die oft beschriebene und immer als selbstverständlich schon angesehene Jahresendrally in diesem Jahr ausfallen und zu einem massiven Abschwung bei den blue chips, allem voran dem Dow Jones Index führen, während die Minenwerte in Analogie zu den Entwicklungen nach 2001 in eine mehrjährige Rallyphase einmünden.

Daher sollte die Entwicklung auf der Sonne von Anlegern und Investoren mit strategischer Ausrichtung durchaus mit in Überlegungen zur strategischen Anlageausrichtung einbezogen werden, auch wenn die einzelnen Zusammenhänge und Einflüsse auf die wirtschaftlichen Aktivität der Menschen und damit der Volkswirtschaften noch unzureichend erforscht sind.

Viele Grüsse.

Cord Uebermuth.