Samstag, 15. August 2015

Ein Cannabis Spezial...

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Cannabis-Sektor herrscht Aufbruchstimmung. Die Situation ist durchaus vergleichbar mit jener zu Beginn der Rohstoffhausse vor mehr als 12 Jahren. Wie an dieser Stelle bereits öfters erwähnt ist die richtige Auswahl von Aktien aus dem Sektor im Hinblick auf die Qualität ein wesentlicher Faktor für oder gegen ein Investment. Nun werden so langsam weitere Medien auf das Thema aufmerksam, was die Bildzeitung dazu veranlasste das Thema zum Titelthema zu machen und somit dem Mainstream zu zuführen. 

Cannabis - der Markteintritt wird durch die Massenmedien vorbereitet...

Quelle des Bildzitates - Auslage der Bildzeitung im Supermarkt
Dies passt zu der an dieser Stelle bereits vor Wochen und Monaten erwarteten und skizzierten Erwartung, dass der Einstieg in eine Phase 4 langanhaltender Kursanstiege in dem Sektor im Sinne eines langfristigen Emerging Marketsverhalten von entsprechenden medialen Aufbereitung begleitet werden wird. 

Da der breite Markt der Cannabiswerte - bis auf wenige Ausnahmen - sich nach wie vor im Tal der Tränen befindet, ist die Frage nach dem Titelseitenfaktor als Hinweis auf ein zu diskutierendes mögliches Topbildungssignal durchaus gerechtfertigt aber mit Blick auf die noch nicht stattgehabte Hausse in dem Sektor eher akademischer Natur, da wir - mit Ausnahme einer Handvoll Aktien -  im Gesamtmarkt der Cannabisaktien noch gar keine grosse und breit angelegte Rally über Jahre gesehen haben, die Anlass für Topbildungsfragen liefern würde. Daher ist in diesem Fall die mediale Aufwarbeitung des Themas eher als Haussevorbereitung, denn als Hinweis auf eine Topbildung zu werten. 

Stünden jetzt zahllose Pennystocks aus dem Sektor bei mehreren US-Dollar je Aktie und lägen sagenhafte Kurssteigerungen von abertausenden Prozenten über viele Jahre hinweg vor - sprich eine Blase, so wäre sicherlich die mediale Aufarbeitung des Themas in Organen wie der Bildzeitung anders zu werten.

Von einer Blase bei den Cannabisaktien kann daher derzeit jedoch gar keine Rede sein. Selbst auf Portalen, wie Wallstreet-Online, führt dieser Sektor eher noch ein Nischendasein, der noch nicht in der breiten Schicht der Anleger angekommen ist und Euphorie ist schon gar nicht zu erkennen - eher eine vereinzelt sich bemerkbar machende Aufbruchstimmung.

Die Massen dürften kaum oder nur wenig im Cannabissektor investiert sein. Dies könnte sich aber in Zukunft durchaus ändern, nachdem auch die Wirtschaftswoche das Thema ebenso salonfähig macht...


Grundsätzlich gilt dabei für mich, wie bereits vor längerer Zeit an dieser Stelle ausgeführt, dass OTC-Aktien, nach der Einführung von Handelsbeschränkungen in Deutschland im letzten Jahr allenfalls mit kleinen Taschengeldbeträgen gehandelt werden sollten - zumal der Markt bei OTC Aktien mehr oder weniger unreguliert ist und somit beispielsweise keine oder nur eingeschränkte Berichtspflichten bestehen. Wesentlich sinnvoller erscheint es mir den Fokus auf Medical Cannabis dabei zu lenken - als Marijuana für medizinische Anwendungen. 

Im Mittelpunkt sollten dabei vor allem Unternehmen mit Sitz in Kanada stehen, die sich auf wissenschaftlich inzwischen gut untersuchte Wirkstoffe, wie Cannabidiol spezialisiert haben. Hier werden durch einige wenige Unternehmen derzeit die Claims für die Zukunft abgesteckt. Zudem unterliegt Medical Cannabis in Kanada einer entsprechenden Aufsicht durch die Behörden, was beispielsweise bei der Erteilung von Lizensen an entsprechende Unternehmen als Qualitätssiegel anzusehen ist. US-Aktien wie GW-Pharmaceuticals kennen hierzulande die wenigsten Anleger. Doch auch das wird sich noch ändern, nach dem die Medien nun anfangen die Werbetrommel für den Sektor zu rühren - zumal der Markt und Sektor noch in den Kinderschuhen steckt.

Doch bei GW-Pharmaceuticals ist die Story vielleicht erst einmal ins Stocken geraten. Denn die Konkurrenz schläft nicht. So drängen Mitbewerber in Zukunft in diesen Milliardenmarkt vor und stellen die Marktführerschaft von GW-Pharmaceuticals für die Zukunft damit in Fage. Zwar kann GW Pharmaceuticals auf die Idee kommen einige der neuen Konkurrenten einfach aufzukaufen und somit aus dem Markt zu nehmen. Doch bei dem ein oder anderen Unternehmen dürfte GWPH dies kaum gelingen.

Sollten die neuen aufstrebenden Unternehmen dem Marktriesen GW-Pharmaceuticals ein Stück vom großen Kucken wegnehmen, dann wird es bei diesen neuen Konkurrenten sehr wahrscheinlich massive Wertzuwächse geben. Denn die orale, sublinguale oder auch transdermale Anwendung von Cannabinoiden, wie dem Wirkstoff Cannabidiol, ist nun mal nicht nur Unternehmen wie GW-Pharmaceuticals vorbehalten, auch wenn GWPH zu den Pionieren in diesem Bereich gehört. Schon längst scharrt die Konkurrenz mit den Hufen in diesem Sektor und versucht ebenso ein großes Stück vom Milliardenschweren Cannabiskuchen für medizinische Anwendungen in der Zukunft für sich zu vereinnahmen.

Neben GW-Pharmaceuticals dürften daher in den kommenden Jahren neue aufstrebende Unternehmen, wie Zyneba, dessen IPO vor 6 Tagen erfolgte, oder auch eine SR Hadden Industries, die sich mit der Anwendung von Cannabinoiden in der Medizin in Zukunft beschäftigen wollen und  planen diese pharmazeutisch aufarbeiten und für Patienten zugänglich machen zu wollen, ihren Platz finden.

Dem Anleger sollte aber dabei bewusst sein, dass Investments in die kleineren Unternehmen dabei auch gerade in der Anfangsphase mit hohen Risiken behaftet sind. Sollten diese Unternehmen aber später tatsächlich erfolgreich sein, dann stehen diesen Risiken, die bis zum Totalverlust reichen können, enorme Chancen gegenüber. Investitionen in diesen Bereich sind daher als Venture Capital Geschäft zu verstehen. Im Erfolgsfall winken für die eingegangenen Risiken enorme Gewinne.


Wichtiger Hinweis:


RISIKOHINWEIS UND HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Die Angaben dienen nur zu Informationszwecken. Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewährleistung werden kategorisch     ausgeschlossen. Insbesondere gilt dies für die bereitgestellten Handelsanregungen. So stellen diese in keiner Weise einen Aufruf zur individuellen oder allgemeinen Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Handelsanregungen oder anderweitige Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen der veröffentlichten Inhalte ist somit ausgeschlossen.

Die Redaktion bezieht Informationen aus Quellen, die sie als vertrauenswürdig erachtet. Eine Gewähr hinsichtlich Qualität und Wahrheitsgehalt dieser Informationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen werden. Leser, die aufgrund der veröffentlichten Inhalte Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Die Informationen begründen somit keinerlei Haftungsobligo. Insbesondere weisen wir hierbei auf die bei Geschäften mit Optionsscheinen, Derivaten und derivativen Finanzinstrumenten besonders hohen Risiken hin. Der Handel mit Optionsscheinen bzw. Derivaten ist ein Börsentermingeschäft. Den erheblichen Chancen stehen entsprechende Risiken bis hin zum Totalverlust gegenüber. Nur wer gem. § 53 Abs. 2 BörsenG die bei Banken   und Sparkassen ausliegende Broschüre "Basisinformationen über Börsentermingeschäfte" und das Formular "Verlustrisiken bei Börsentermingeschäften" gelesen und verstanden hat, darf am Handel mit Optionsscheinen teilnehmen. Indextrader24.com weist darauf hin, dass es den Handel mit Optionsscheinen oder anderen derivativen Instrumenten ausser zu Absicherungsgeschäften ausdrücklich ablehnt, da mit solchen Instrumenten das Risiko des Totalverlustes des Vermögens verbunden ist.

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Erklärung nach § 34b Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes
Der Betreiber dieser Internetpräsenz erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person möglicherweise im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analysen oder Beiträge auf den Seiten von www.indextrader24.com beziehen, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes.

Alle Analysen und Beiträge sowie die mit den verfügbaren Darstellungs- und Analysewerkzeugen erstellten und angezeigten Ergebnisse dienen ausschließlich zur Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Beachten Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB`s). Für Vermögensschäden wird ausdrücklich keine Haftung übernommen.

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Freitag, 14. August 2015

EUR/CAD - der Anstieg erschöpft sich am 61.8% Fibonacci-RT...

Der Anstieg des Euros gegenüber dem CAD$ - immerhin mehr als 1500 Pips in weniger als 4 Monaten - zeigt deutliche Zeichen einer zunehmenden Ermüdung. Die Eurobullen haben volle Arbeit geleistet. Doch es mehren sich die Anzeichen, dass die Bären bereits in naher Zukunft zum Gegenschlag ausholen könnten.

Wiederholt scheiterte der Euro in den letzten Tagen am 61.8% Fibonacci RT der letzten LTW-Struktur. Es liegt in der Summe ein korrektives Wellenmuster vor im Rahmen einer übergeordneten komplexen Korrektur einer A-B-C Korrektur. Die stattgehabte Bewegung kann dabei als X-Wave klassifiziert werden. Aus der gegenwärtig überkauften markttechnischen Verfassung in diversen Zeitebene dürfte es für die Bullen im Euro gegenüber dem CAD$  daher zunehmend schwierig werden gegen die zunehmende Tendenz an Gewinnmitnahmen anzukämpfen. Grund genug für mich einen Teil des erzielten Profits einzufahren. Das analytische Ziel einer bereits vor mehr als 2 Monaten skizzierten inversen SKS Formation wurde inzwischen erreicht und leicht übertroffen. Strategische Stop Loss Orders mittelfristig orientierter Marktteilnehmer dürften knapp unterhalb des letzten Bewegungstiefs bei 1.4175 EUR/CAD liegen. Ein Rutsch unter diese Marke ruft ein erneutes Abtauchen des Euros bis zunächst 1.37-1.38 Euro auf die Agenda. Damit die Bullen langfristig nicht Gefahr laufen wollen auf 0.91 EUR/CAD - dem Allzeittief des Euro´s durchgereicht zu werden, dürfen diese keinesfalls mehr unter 1.35 bzw. unter das Jahrestief fallen. Jeder Fall unter die 1.40 Euromarke Psychomarke, wäre daher bereits übergeordnet kritisch zu werden. Mit Blick auf die X-Wave der letzten 4 Monate ist dabei die Ausbildung eines-A-B-C-Zigzag zu diskutieren. Dies hiesse, dass nach einer X-Wave eine erneute abwärtsgerichtete Welle A sich ausbildet.

Da die Risiken auf der Long Seite im EUR/CAD inzwischen massiv gestiegen sind und negative Divergenzen anfangen sich auszubilden, wurde die Hälfte der Longposition aktiv geschlossen - zumal auch im Tageskursmuster an der deckelnden Trendlinie der Markt heute erneute nach unten abgeprallt ist und ein Profittakingsignal vorliegt. Auch die invertierte weisse Wochenkerze im Öl signalisiert, dass eine potentielle Reversalzone für eine Biasumkehr im EUR/CAD erreicht wurde. Nach dem 1500 Pipanstieg seit dem April Low, das bei 1.3025 EUR/CAD markiert wurde - sind die Risiken in der Summe gestiegen, welche in keinem akzeptablem Verhältnis zu einer verbleibenden kleinen Restchance stehen.

Sollte der EUR/CAD am 61.8 Fibonacci RT nun tatsächlich nach Süden abschmieren, dann wäre dies ein Hinweis dafür, dass ein erneutes Abgleiten in Richtung der Jahrestiefs in der Folge auf die Agenda rückt. Mutiert die Anstiegsbewegung der letzten 4 Monate erneut zu einer Euroschwäche zum Jahresende hin, dann wäre übergeordnet ein Abwärtsschub zu diskutieren, der viele Marktteilnehmer, die nun sehr spät versuchen auf den Trend noch auf zu springen auf dem falschen Fuss erwischen dürfte.

Unkritische EUR/CAD Longpositionen sollten daher mit Blick auf die inzwischen zunehmend fragile Situation und Trendreife zumindest kritisch hinterfragt und per Stopkursmanagement abgesichert werden. Wer Long ist sollte seine Positionsgröße den steigenden Reaktionsrisiken anpassen.

Ein Rückfall des Euro´s unter 1.40 EUR/CAD auf Wochen oder Monatsschlusskursbasis wäre ein Hinweis, dass der Euro langfristig erneut unter Druck geraten könnte.

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DAX - bearishe Verkeilung löst sich dyamisch zur Unterseite auf...

Der DAX befindet sich im Crash Modus. Ebenso der Dow Jones Index. In der letzten Nacht gab es seitens der chinesischen Zentralbank die dritte Breitseite, wie bereits gestern erwartet wurde. Der Yuan wurde damit insgesamt um 4.6 Prozent abgewertet. Meines Erachtens wird dies nicht ausreichen um Chinas erlahmende Wirtschaftsdynamik wieder in Schwung zu bringen. Die Folgen der Abwertungspolitik der EZB sind dabei nicht einmal zu einem Viertel ausgeglichen worden. Um wenigstens einen spürbaren Effekt zu erreichen wird die PoB of China meines Erachtens wenigstens 10 Prozent abwerten müssen - besser noch 15 Prozent. 
 DAX fällt mit Downgap aus einer bearishen Verkeilung...
 
Chart erstellt mit www.tradesignalonline.com
 ...und niemand sagt den Leuten was Sache ist...

 Erst ein Anstieg über 11620 Punkte würde die brisante Lage entschärfen. Das Problem: Bei spätestens 11302 Punkten wird der Bär erneut zuschlagen, sofern es dazu überhaupt kommt.

Der Export deflationärer Tendenzen zu Lasten der US und EU-Ökonomien wird damit zusätzlich angefacht. Dieser Schritt dürfte Insidern der Finanzszene - sprich den Eliten bereits länger bekannt sein. Entsprechend haben diese sich positioniert - sprich in dem über Monate angelegten Distributionsprozess ihre Anteile sukzessive unter medialer Beschallung den Massen angedreht. Das bemerkenswerte am Geschwätz der Permabullen ist, dass diese scheinbar immer noch in einer Phase der Verleugnung sich befinden - oder was viel schlimmmer wäre - schreiben was ihnen aufgetragen wird. Frei nach dem Motto das System darf nicht crashen, weil so manches Finanzportal dann ebenfalls mitsamt seiner Derivateindustrie über den Jordan gehen wird. 

Das die Derivateindustrie ihnen nicht die Wahrheit auftischt steht für mich ausser Frage. Selbst professionelle Fundmanager lässt man Strichfiguren zeichnen, die man als Charts von "Experten" bezeichnet. Dabei sieht im Grunde ein Blinder, was sich bereits im Vorfeld des Beginns der jüngsten Crashphase zusammengebraut hat. So wurde der Kursturz im DAX im Juli nicht einmal ansatzweise intime korrigiert - und dennoch wird an vielen Stellen von bekannten Finanzportalen das Gegenteil ungeniert behauptet. Wer nicht  ganz blöd ist erkennt, dass der DAX aus einer lupenreinen bearischen Verkeilung nach einer A-B-C Korrektur im Rahmen einer Welle 2/B am Dienstag mit einem ebenso lupenreinen Downgap nach unten sprichwörtlich rausgefallen ist. Im besten Fall setzen wagemutige auf einen kissback im Sinne eines Todeskuss, der dann sofort wieder abverkauft wird. Doch spätestens mit dem bearish zu wertenden Side by side black Lines im Candle Stick pattern des DAX nach Auflösung der bearishen Keilformation gibt es auf der Longseite im Grunde keinen Blumentopf zu gewinnen. Es besteht die Gefahr im Sinne einer Trendfortsetzung des Short Set Ups im DAX, dass der DAX in den kommenden Tagen und Wochen weiter nach unten durchgereicht wird. Bei Unterschreiten der 10653 Punktemarke wird der DAX vermutlich erst bei rund 10208 Punkten Halt finden. Dort wird es eine temporäre Entscheidungsschlacht zwischen Bullen und Bären geben, die darüber entscheidet ob der DAX anschliessend wieder einen pullback an die 200 Tagelinie startet - oder unter die 10 000 Punktemarke rauscht.

Beachten Sie, dass auf der Unterseite zahlreiche gaps aus dem Vorjahr auf ihren Lückenschluss warten. Beachten Sie auch dass bereits im Dezember letzten Jahres im Jahresausblick für die zweite Jahreshälfte mit Blick auf zyklische Überlegungen strategisch betrachtet schweres Fahrwasser prognostiziert wurde. Das die Impulsrichtung abwärtsgerichtet ist und der Dow Jones Index ebenso valide Verkaufssignale ausgebildet hat gilt es die Tageskursmuster nicht über zu bewerten.

Versagt der weisse Hammer von gestern im Dow Jones, dann drohen schlagartige Verkäufe. Denn es waren nicht die "mutigen Anleger" in den USA die den Dow Jones gestern zunächst vor dem schlimmsten bewahrten sondern wahrscheinlich das Plunge Protection Team, dass sich damit noch einmal Zeit erkauft hat. Doch es ist fraglich ob dies ein zweites mal gelingen wird. Das Goldman Sachs und die HSBC mehr als sieben Tonnen Gold in Barrenform und physisch gekauft haben - entgegen ihrer eigenen Empfehlungen - spricht dabei schon Bände. Offenbar traut man auch bei Goldman Sachs nicht mehr der Scheinstabilität des globalen Finanzsystems und fängt an sich mit Gold gegen Unwägbarkeiten in der Zukunft zu versichern. Bereits JP Morgan investierte in der ersten Jahreshälfte fleissig in physisches Silber. Man wird seine Gründe haben. Denn was den Minenwerten wiederfahren ist, kann durchaus auch den Bluechips weltweit wiederfahren. Nur mit dem Unterscheid dass der Minensektor nach Kursverlusten von rund 90 Prozent in den letzten 4 Jahren wohl das schlimmste hinter sich haben dürfte. Wer meint das sowas den Standardaktien nicht auch wieder fahren kann, der sollte sich grundsätzlich fragen, ob er sein Risikomanagement im Griff hat. Denn sollte erst einmal ein Bärenmarkt richtig ins Rollen kommen, dann hält den so leicht keiner mehr auf - auch nicht die Notenbanken.

Da China Deflation anfängt zu exportieren, steigt die Gefahr eines Kriegs zusätzlich dramatisch an. Es kann daher nicht verwundern, wenn die USA als Antwort auf Chinas Abwertung direkt am Dienstag anfingen Syrien unter fadenscheinigen Vorwand erneut zu bombardieren. Sofern nötig, dürften die USA nicht davor zurück schrecken einen Weltkrieg vom Zaun zu brechen. Damit steigen die Gefahren für einen thermonuklearen Krieg deutlich an. Die Wahnsinnigen in den Schaltstellen der Macht applaudieren dabei noch schön brav und das Volk lässt sich einlullen, anstatt auf die Straße zu gehen. Doch auch das wird sich ändern - spätestens, wenn demnächst am Ende des Monats kein Geld mehr im Portemonaie ist, weil die Arbeitslosigkeit im Rahmen einer Deflationsspirale auch hierzulande massiv ansteigen wird. Am Ende dieser Entwicklung steht das Platzen einer Derivateblase und Staatsbankrotte mit nachfolgender Hyperinflation. Doch das ist sicherlich noch nicht in den kommenden Tagen aktuell, könnte aber langfristig zum Tragen kommen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Verrückten und Deppen in den Staatsorgangen dieser Welt am Ende nicht anfangen einen atomaren Krieg vom Zaun zu brechen...

Das die Märkte diesbezüglich keinen Spass verstehen signalisieren sie zweifelsohne klar und deutlich. Das Versagen der Zentralbanken, wie auch der Staatsorgane wird in Chaos und Anarchie enden, wenn nicht als bald Einsicht einkehrt, dass ein weiter so, wie bisher nicht möglich ist. Die Verschwendung fossiler Resourcen und Energieträger wird langfristig in einer faustdicken Ölkrise mit massiven Preissteigerungen einmünden. Es liegt auf der Hand, dass ein weltweiter Anstieg der Ölpreise dann zu einer globalen Wirtschaftskrise führen wird. Die Zeiten des Cheap Oil werden über kurz oder lang enden - im Zweifel eher, als früher...

Sichern sie sich gegen die Folgen langfristiger Preissteigerungen für die kommenden Jahrzehnte ab. Kalkulieren Sie dabei mit mindestens 1300 Liter Öl pro Jahr und Kopf. Auf ein Menschenleben von rund 75 Jahren hochgerechnet sind das rund 6500 Barrel Öl, die es pro Kopf zu versichern gilt.


Donnerstag, 13. August 2015

Medical Cannabis als Lebensretter?




Angioödeme des Menschen - sei es veerbt oder allergisch bedingt - sind potentiell lebensbedrohlich. Insbesondere eine Befall der Atemwege kann durch Schwellungen im Hals und Kehlkopfbereich zum Erstickungstod des Patienten führen. Beim rekurrierenden veerbten Angioödem des Menschen kommt es regelmässigen auftretenden Attacken an den verschiedensten Lokalisationen. 

Ein jüngst erschiener Case-Report in Case Reports Immunology stellte einen interessanten Fall vor, bei dem durch die Anwendung von Medical Cannabis eine Anfallsfreiheit über 2 Jahre bei einem 27 jährigen Patienten erzielt werden konnte, der seit seinem 19 Lebensjahr unter regelmässig wiederkehrenden Anfallsschüben litt. Im Rahmen eines Auslassversuches erlitt der junge Mann binnen einer Woche ein erneuten Anfall eines Angioödems, der durch die erneute Anwendung von Medical Cannabis wieder in Remission gebracht werden konnte.

Die Autoren der wissenschaftlichen Veröffentlichung vermuten, dass ein Zusammenhang zwischen der Verwendung von Cannabis und der Anfallsfreiheit besteht.

Quelle: Frenkel A et al. -  Life Threatening Idiopathic Recurrent Angioedema Responding to Cannabis. Case Reports Immunol. 2015 Jul 16


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Mittwoch, 12. August 2015

Welche Folgen hat die Abwertung des Yuan?

Das die Peoples Bank of China den Yuan um 3.5 Prozent in den letzten beiden Tagen abgewertet hat, löste weltweit an den Aktienmärkten neue Abwärtsschübe aus.

Der Dow Jones Index hat nach Monaten der Distribution einen Verkäufermarkt ausgebildet. In diversen Zeitebenen und Charteinstellungen liegen Verkaufssignale vor. Das bekannteste ist ein 50/200 MDA bearish cross over. Dieses Verkaufssignal im Dow Jones dürfte so schnell vom Markt nicht gedreht werden. Daher werden die Bullen am Markt sicherlich mit Argus Augen auf die 17000 Punktemarke starren - welche nicht nur psychologisch, sondern auch charttechnisch von Bedeutung ist. Auch die technische Reaktion im späten Handel ändert nichts an dieser grundlegenden übergeordneten Strömung. Für den Kleinanleger bedeutet dies weiterhin valide Signale abzuwarten. Denn sollte der Dow Jones Index unter 17000 Punkte fallen, dann droht eine Stop Loss Lawine welche den US-Index in die Tiefe schicken kann.

Auch im DAX sind mir noch zu viele Bullen unterwegs. Die Optimisten reden sich die Lage im DAX schön. An dieser Stelle wurde wiederholt darauf hingewiesen Vorsicht walten zu lassen. Der September und der Oktober stehen zudem vor der Tür. Das Tagestief bei 10894 lag 3 Punkte unter dem Monats UT. Der Wochen UT löste im DAX heute die Verkaufslawine aus. Formationstechnisch liegen downgaps mit break away Charakter im DAX vor, was eher auf ein hohes Mass an Abwärtsdynamik hinweist. Dies schliesst zwar zwischengeschaltete Rallybewegungen nicht aus, weist aber auf weiterhin bestehende Abwärtsdynamik im DAX hin. Der Rutsch aus einer bearishen Verkeilung löste so denn diese Woche entsprechende Verkäufe und Stop Loss Orders aus. Dabei wurde viel Porzellan zerschlagen.

Für die Leser dieser Webseite kommt diese Entwicklung nicht überraschend. Bereits im Juni wurde ein entsprechendes Szenario skizziert. Der Rückfall in den Abwärtstrend wirkt dabei trendverschärfend. Das Verlaufstief bei 10653 darf und sollte nicht mehr unterschritten werden. Die Entwicklung der gleitenden Durchschnitte weist auf einen Verkäufermarkt hin, der allerdings noch nicht ganz soweit fortgeschritten ist wie im Dow Jones, wo mit einem Todeskreuz bereits ein valides Langfristverkaufssignal im Tagesschart vorliegt.

Die Abwertung des Yuan hat zu einer erste Flucht aus dem US-Dollar geführt. Hier liegt nach einer mehrmonatigen A-B-C/Alt 2 Korrektur nun ein Wellenmuster vor, welches eine weitere Abwertung des US-Dollars wahrscheinlich erscheinen lässt. Es ist durch die Yuanabwertung ein Biaswechsel erfolgt. China versetzt den USA und dem US-Dollar eine volle Breitseite - weitere Breitseiten sind angesichts der Probleme der chinesischen Wirtschaft nicht ausgeschlossen.

Da es sich um eine strukturelle Massnahme Chinas handelt, die ein Hinweis dafür ist, dass man den Dollar nicht stützen wird seitens der Chinesen. Oder anders formuliert - man lässt den Dollar fallen, in dem man seine eigene Währungs abwertet und damit versucht seine eigene Wirtschaft durch Exporte wieder an zu kurbeln. Im Grunde müsste China rund 10 Prozent abwerten um durchschlagende Effekte zu erzielen.

Doch bereits die 3 Prozentige Abwertung wird in den USA aber auch Europa deutlische Bremsspuren hinterlassen. Durch die Abwertung des Yuan sind die strukturellen Probleme Chinas keineswegs behoben. Gleichwohl wird Zeit erkauft. Durch die Massnahme Chinas dürften die USA zu den bereits bestehenden strukturellen Problemen weitere hinzu bekommen. Der Arbeitsmarkt in den USA wird mit Blick auf die eh schon getürkten Statistiken der offiziellen Stellen, weiter unter Druck geraten.

Es besteht die Gefahr für den US-Dollar in eine erneute Abwertungsspirale zu geraten. Das China sich offenbar daher im großen Stil von Dollars trennt kann daher nicht verwundern. Anziehende Goldpreis und Silberpreisnotierungen weisen bereits auf entsprechende Abwertungsrisiken beim Dollar hin.

Kurzum - China hat die US-Wirtschaft zum Abschuss freigegeben. Der Grund ist klar - die US-Lippenbekenntnisse in Sachen Geldpolitik glaubt in Asien inzwischen auch keiner mehr.

Eine Abwertungsspirale im Dollar dürfte daher Öl und Edelmetalle entsprechend aufwerten lassen.

Nach dem die Aktie von Seabridge Gold bereits mehr als 40 Prozent zulegen konnte in weniger als 4 Tagen habe ich diese erst einmal verkauft und in Mandalay Resources getauscht. Im gesamten Minensektor, sowie in ausgesuchten Einzelwerten gibt es abseits der Massen weiter interessante Investitionschancen.

Während der Gesamtmarkt schwächelt, machen die zuletzt vorgestelltn Werte mir sehr viel Freude.

Es muss nicht immer DAX sein - die wirklich guten Geschichten finden sie abseits des Mainstreams...


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