Sonntag, 5. Juli 2015

46°C - der neue inoffizielle Hitzerekord für Deutschland...

Gestern erreichte bereits am Vormittag mein Thermometer in Düsseldorf gegen 11:00 Uhr MESZ neue Rekordwerte.  Sagenhafte 46 Grad Celsius erreichte die Quecksilbersäule. Diese Werte sind zwar nicht amtlich bestätigt - im Gegensatz zu den neuen Rekorden bei den Allzeittemperaturminima in Düsseldorf - aber gleichwohl ist die brütende Hitze ein Fingerzeig auf eine möglicherweise sich doch verschärfende Erderwärmung.

46 Grad Celsius - ist das der Klimawandel?



Sollte die Hitzeperiode noch einige Wochen anhalten, dann dürfte eine der größten wirtschaftlichen Lebensadern Europas schwere Probleme bekommen. Nicht nur, dass die Deutsche Post bereits seit Wochen bestreikt wird, viel schlimmer würde die Industrie ein Ausfall der Rheinschifffahrt treffen, wenn die Rheinpegel weiter sinken sollten. Die Düssel als zuführendes Flüsschen hat bereits kräftig an Wassertstand verloren. Geht die so weiter, dann könnte der Rhein für viele Binnenschiffe möglicherweise gesperrt oder die Rheinschifffahrt zumindest eingeschränkt werden. Lesen Sie hierzu auch die Stellungnahme des Deutschen Wetterdienstes:



Angesichts der Schäden die die Hitzewelle anrichtet, stellt sich die Frage, ob hierin ein Trend für die Klimaentwicklung in Deutschland zu sehen ist. Sollten die Prognosen mancher Klimaforscher eintreffen, dann könnten Temperaturen, wie ich sie gestern bei mir gemessen habe - bereits gegen Ende des Jahrhunderts alltäglich in Deutschland werden - zumindest in den Sommermonaten. Afrikanische Verhältnisse in Deutschland in weniger als 100 Jahren? Durchaus denkbar. Der Abstieg zu einem dritte Weltland sollte dann nicht ausgeschlossen werden...

Nicht nur dass in Spanien dann wahrscheinlich 50 Grad und mehr im Sommer zu beobachten wären. Sicherlich käme es bei einer solchen Temperaturentwicklung zu einer Völkerwanderung nach Nordeuropa. Schwere Unwetter sind angesichts der Entwicklung bereits heute vorprogrammiert. Bereits um 6 Uhr in der früh gab es Wärmegewitter in Düsseldorf. Dies lässt erahnen was uns im Tagesverlauf noch blüht...

Gewaltige Gewitterwolken türmen sich bereits morgens um 6 Uhr MESZ über Düsseldorf auf...

So entsehen Superzellen bereits am morgen...





Grüner Kreis - Linienfluzeug als Größenvergleich...


Die Hitze lässt Kühlketten zusammenbreichen und behinderte in Teilen die Belieferung der Supermärkte mit Molkereiprodukten bereits gestern. So mache Klimaanlage in dem ein oder anderen Supermarkt war nicht mehr in der Lage in den Geschäften eine Temperatur herzustellen, die man zumindest als gerade noch ausreichend für die Lagerung von Lebensmitteln ansehen könnte. So manches Brot im Regal der ein oder anderen Supermarktkette dürfte daher schon vor dem Mindeshaltbarkeitsdatum ins Verderben abgleiten.

Hitzewellen nehmen laut Angaben des Deutschen Wetterdienste seit Beginn der 80`er Jahre in Deutschland zu - und zwar sowohl im Hinblick auf die Entwicklung der Durschnittstemperaturen, als auch im Hinblick auf die Dauer derselben. Dabei definiert der DWD Hitzeperioden mit Durchschnitttemperaturen von über 30 Grad über wenigstens 14 Tage. Diese Einschätzung kann ich nur bestätigen, da ich bis zu meinem 18 Lebensjahr nur wenige Phasen extremer Hitze erlebt habe, die man locker an einer Hand abzählen konnte...

Ohne Zweifel scheint für mich ein Zusammenhang zu bestehen zwischen Ausweitung der Schuldenökomien und dem danmit bestehenden strukturell bereits vor Jahrzehnten angelegten Fehlentwicklungen und der klimatologischen Entwicklung in Deutschland und Europa zu bestehen.

Hierzu gehört nicht nur die Emission von Treibhausgasen - englisch green gas - sondern auch im speziellen die massive Versiegelung durch Beton und Strassen und vieler ehemals naturnaher Landeschaften, die Abrodung und Zerstörung von Wäldern und landwirtschaftlicher Flächen und natürlicher Landschaften, die mit einer Reduzierung der Speicherwirkung überschüssiger thermischer Energie in Form von  chemischer Energie in Pflanzen und Natur einhergeht. Kurzum die Flächenversiegelung und die Zerstörung der Natur führen dazu, dass immer weniger Energie gespeichert wird und stattdessen in die Atmosphäre quasi zurück reflektiert wird und dort den klimatischen Schaden potenziert.

Sollte tatsächlich bis Ende des Jahrhunderts die globale Durchschnittstempereatur ansteigen, dann könnte es passieren, dass so manche geothermale Energiequelle, die mit Blick auf die CO² Bilanz als vorbildlich angesehen werden kann nur noch eingeschränkt läuft oder spezielle Kühltechniken braucht.

Auf jeden Fall beschert die Hitze den Bädern und den Eisverkäufern Rekordumsätze. Eis in den Tiefkühltruhen ist ausverkauft - wie leergefegt. Aber auch die Preise für Eismaschinen für den Hausgebrauch sind angestiegen - nicht nur in den letzten Tagen, sondern schon seit längerer Zeit. So kostet eine Nemox Gelato Pro 1700 inzwischen rund 700-900 Euro. Und die Märkte sind bereit diese Summen für diese sicherlich guten und ordentlichen Eismaschinen auf den Tisch zu legen.

Ventilatoren und Klimaanlagen sind ebenso massiv gefragt - eigentlich bei jeder Hitzewelle...

Doch auch hier scheinen die Preise zu steigen. Bei Klimageräten, die gerade für Herzkranke und andere chronisch kanke Patienten sinnvoll sind, vor allem wenn sie keine hohen Flüssigkeitmengen zu sich nehmen dürfen, wie auch bei Dialysepatienten, helfen diese die Herzkreislaufbelastunug durch die Hitze massiv zu senken und damit die Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere gesundheitliche Komplikationen zu verhindern. Wer derart gesundheitlich vorgeschädigt ist, sollte zudem ruhig regelmässig Die Hand und/oder Fussgelenke kühlen - entweder mit Kühlakkus - oder Wasserbädern. Von kalten Getränken ist hingegen abzuraten, da der Körper für deren Verarbeitung den Stoffwechsel anschmeissen muss, was das Herzkreislauf System zusätzlich belastet.

Wer seitens seines Arztes die Erlaubnis hat, dass er viel trinken dar, der sollte beim Trinken auf Alkohl, Kaffee und Softdrinks verzichten und sich aussschliesslich auf Kohlensäurefreies Wasser beschränken.

Da durch das viele trinken - mitunter sind bei solchen Hitzephasen 3-4 Liter am Tag ohne weiteres erforderlich - der Natriumspiegel abfallen kann, was zu einem Hirnödem und Symptomen, wie Krampfanfällen aber auch zu Vigilanz. und Persönlichkeitsveränderungen führen kann, sollte daher auch eine Prise Salz nicht vergessen. Es  ist daher  auf einen ausreichenden Ersatz an Mineralien zu achten. Daher kann es nicht schaden mit  ein wenig Salzgebäck, z.B. Salzstangen, den relativen Salzverlust durch etwas Salzzugabe zum Salat oder dem Essen, auszugleichen. Aber alles nur in normalen Rahmen, denn andernfalls läuft man Gefahr zu viel des guten zu tun, was wiederum negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben kann. Sollten Vorerkrankungen bestehen, empfiehlt es sich im Zweifel den Hausarzt zu fragen. Übertreiben sie es also nicht - egal was sie gegen die Hitze unternehmen.

Es muss freilich nicht erwähnt werden, dass sie starke körperliche Anstrenungen tunlichst vermeiden sollten - zumindest in der Zeit von 9:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Ein Aufenthalt in der prallen Sonne ist alles andere als gesund. Nicht nur weil die Strahlenbelastung und damit das Hautkrebsrisiko ansteigen, sondern weil auch ihr Organismus unter der Hitze leidet.

Wenn die Temperatur auf über 45 Grad im Organismus ansteigt, dann denaturieren Eiweissmolekühle  und Zellbestandteile unwiderbringlich. Dies hat ebenso negative Effekte auf den Organismus.

Für die Menschen sind Temperaturanstiege auf über 45 Grad grundsätzlich als problematisch anzusehen, da neben thermischen Schäden auch strukturelle Schäden an Zellen und Organen eintreten können. 

Lassen sie mich wissen,wo und wann sie welche Temperatur bei Sich zu hause gemessen haben. Achten Sie dabei darauf, dass die Sonne nicht auf das Thermometer scheint...

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