Montag, 18. Mai 2020

COVID-19 - ein update zur Sauerstoffbilanz an der Universitätsklinik Düsseldorf - Abbau des Sondierungszeltes


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Liebe Freunde des Friedens und der Freiheit,
liebe Freunde der Liebe und des Glücks,
liebe Mitleser,
am Wochenende wurde an der Universitätsklinik Düsseldorf das für die COVID-19 Pandemie errichtete Sondierungszelt nach zwei Monaten gähnender Leere abseits der öffentlichen Berichterstattung abgebaut. Kamerateams oder Medienvertreter vei diesem Rückbau von COVID-19 Massnahmen waren - im Gegensatzu zum Beginn der Pandmie - hingegen nicht vor Ort. Zwar stehen die Hinweiseschilder noch, doch wie wie lange dies der Fall sein wird, bleibt offen, zumal auch diese seit 2 Monaten weiterhin mit Planen bedeckt sind.
Der Sauerstoffbedarf der UKD im Rahmen der COVID-19 Pandemie dümpelt in den letzten Wochen zwischen 0.2 bis 0.3 % Prozent weiter auf niedrigem Niveau dahin (Stand 17.5.2020 17 Uhr MESZ)
Der Sauerstoffverbrauch an der Universitätsklinik in Düsseldorf, den ich zum Monitoring der COVID-19 Aktivität in der Klinik in der Annahme, dass ein stark steigender Sauerstoffverbrauch Ausdruck mit einer stark steigende Zahl an Schwerkranken COVID-19 Patienten korrelliert, beobachte, zeigt in der Summe einen leicht erhöhten Sauerstoffverbrauch in der Krankenversorgung an der Universitätsklinik Düsseldorf an ohne dass dieser steil anstiegen würde. Zum erstenmal seit Beginn meiner Datenerhebung hat sich der Sauerstoffverbrauch in Richtung der 0.3 Prozent Marke bewegt. Dies ist vermutlich Folge eines steigenden Sauerstoffbedarfs im Rahmen der Wiederaufnahme der regulären Krankenversorgung und weniger durch eine Zunahme an sauerstoffpflichtigen Erkrankungsfällen durch COVID-19 erklärt. Ein Besuch in der Notaufnahme am Wochene zu Mitternacht zeigte, dass die Lage or Ort äusserst entspannt ist und zu nächtlicher Stunde kein Anfall an Lungenerkrankten im Wartebereich vorlag.
An der Liegendanfahrt der UKD zeigt sich weiterhin in der Summe eine vollkommen entspannte Versorgungssituation derzeit in Düsseldof. Der leichte Anstieg des stündlichen Sauerstoffbedarf in den letzten zwei Wochen ist freilich kein Grund zur Annahme, dass die schweren Erkrankungsfälle zunehmen, denn bei CARDS Erkrankungen im Rahmen einer COVID-19 Pandemie würde ich stündlich einen wesentlich höheren Sauerstoffverbrauch erwarten.
Vermutlich wird einfach nur wieder mehr operiert und es werden wahrscheinlich auch wieder mehr Herzinfakrte und Schlaganfälle therapiert als während des Lockdowns, der bis vor kurzem weite Teile des Landes und der Wirtschaft lahmlegte und auch noch lahmlegt. Sollte jedoch pro Stunde 1 Prozent und mehr verbraucht werden, dann würde ich dies nicht mehr auf den normalen Krankenhausbetrieb zurückführen, sondern als Ausdruck einer vermutlichen Zunahme an Schwerstlungenkranken werten.
Die Ablesung der Werte erfolgt immer dann, wenn ich vor Ort bin und wird von mir nur unterbrochen, wenn ich in der Zeit nicht zugegen bin. Für April und Mai können wir in der Summe inzwischen auf 20 verwertbare Ablesungen zurückgreifen, die in der Summe einen Anhalt für den realexistierenden Sauerstoffverbrauch an der UKD geben.
Alle Ablesungen signalisierten bislang ein stabiles Umfeld beim Sauerstoffverbrauch im Bereich der Zentralversorgung der Uniklinik Düsseldorf (UKD). Von Freitag auf Samstag kam es zu einem merklichen Anstieg des Sauerstoffverbrauches im Rahmen des Grundrauschens, der aber am Sonntag schon wieder abfiel und somit unterhalb der 0.25 Prozentmarke blieb. Am Montag kam es wieder zu einem Anstieg des Sauerstoffverbrauchs, der jedoch keinen Hinweis liefert für eine signifikante Zunahme der COVID-19 Fälle an der UKD, sondern ebenso auch Resultat der Wiederaufnahme der regulären Patientenversorgung nach Wochen des Stillstandes sein kann. ARDS bezogene high flow Oxygentherapie eines CARDS-Syndrom kann mit Blick auf die aktuellen Verbrauchsdaten an Sauerstoff an der UKD derzeit als unwahrscheinlich angesehen werden. Dafür sind die Anstiegszahlen zu gering um auf Schwerstkranke COVID-19 Patienten mit einem CARDS Syndrom an der UKD zu schliessen.
Die Werte vom Wochenende und gestrigen Montag bewegen sich innerhalb der Schwankungsbreite der letzten Wochen trendlos seit Beginn der Ablesungen Anfang April 2020 und zeigen einen mittleren Verbrauch von weniger als 0.25% Sauerstoff an und liefern somit keinen Hinweis, dass an der UKD derzeit ein CARDS-COVID-19 Patient oder gar mehrere Schwersterkrankte Patienten mit einem ARDS durch eine Highflow Sauerstofftherapie versorgt werden.
Weiterhin herrscht offensichtlich und sichtbar an der UKD an eine entspannte Lage. Es herrschte Ruhe und dafür in der letzten Woche jede Menge Sonnenschein bei weiter frühlingshaften Temperaturen. Kein Krankentransport mit einem COVID-19 Patienten war zu erkennen Die Hinweisschilder auf dem Uniklinikgelände sind weiterhin - wie schon in den Wochen zuvor - mit blauen Tüten verhangen.

Sauerstoffbilanz für den Sauerstoffverbrauch an der UKD - Stand 17.5.2020 - 17 Uhr MESZ

20200517 Rohdaten Sauerstoffdaten UKD.pngMittlerer Sauerstoffverbrauch pro Stunde an der Uniklinik Düsseldorf seit 1. April - Rohdaten abgelesen von @indextrader24
Der Sauerstoffverbrauch an der UKD weist weiterhin auf eine entspannte Versorgungssituation in Düsseldorf bei der COVID-19 Pandemie hin. Der Sauerstoffverbrauch ist seit Beginn der Aufzeichnungen, erstmals über die 0.25 Prozent Grenze pro Stunde (Stand 12.5.20 21:15 Uhr MESZ) gestiegen. Ob dies im Zusammenhang mit COVID-19 zu sehen ist erscheint mehr als fraglich, da der Sauerstoffverbrauch auch durch Wiederaufnahme des regulären Krankenhausbetriebes (Operationen etc.) bedingt sein kann, so dass nicht automatisch dies als ein Hinweis auf einen vermehrten Anfall an COVID-19 Patienten gesehen werden kann, da es in Düsseldorf nach wie vor keinen Massenanfall von Schwerstkranken Patienten gegenwärtig gibt.
20200517 Sauerstoffverbrauch pro Stunde UKD Grafik.pngMittlerer Sauerstoffverbrauch in Prozent pro Stunde an der UKD als Grafik - Stand 17.5.2020 17 Uhr MESZ insgesamt bislang 16 Ablesungen seit 1 April 2020 und Mai 2020 - Grafik made by @indextrader24
Insgesamt ist die Lage an der UKD weiterhin als entspannt anzusehen und wird auch durch aus sicherer Entfernung vorgenommene optische in Augenscheinnahme der Aktivitäten am Sondierungzelt am gestrigen Abend wie auch die Tage zuvor erneut bestätigt. Ein vermehrte Anfall an COVID-19 Patienten ist nicht zu erkennen.
Freilich würde ein starker und fortgesetzter wiederholter Anstieg des Sauerstoffvebrauches an der UKD im mittleren Stundendurchschnitt einen direkten Hinweis liefern, dass die Zahl Schwerstkranker COVID-19 Patienten an der Düsseldorfer Uniklinik deutlich zunehmen würde. Doch dies scheint derzeit mit Blick auf den Sauerstoffverbrauch seit Beginn der Ablesungen Anfang April 2020 weiterhin nicht der Fall zu sein. Denn bei einer Zunahme von Schwerstkranken wäre ein Anstieg des Sauerstoffverbrauchs auf mehrer Prozent pro Stunde zu erwarten, da CARDS Patienten eine HIGH FLOW Sauerstofftherapie brauchen - sprich mit bis zu 80 Litern Sauerstoff pro Minute versorgt werden.
Ich werde die Lage weiter im Auge behalten, da im Gegensatz zur medialen Berichterstattung die Sauerstofftanks in unverzerrtes Bild der Versorgungwirklichkeit innerhalb der UKD widergeben. Möglicherweise kann ich nicht regelmäßig die Daten ablesen, da ich auch anderweitige Verpflichtungen noch habe. Wann immer es mir aber möglich ist, werde ich die Daten an der UKD erfassen und dokumentieren.
Ich gehe aber davon aus, dass der Sauerstoffbrauch an der zentralen Sauerstoffversorgung der UKD mit der Aufnahme des regulären Krankenhaus- und OP-Betriebes leicht steigen wird, ohne dass dies ursächlich mit einer Zunahme an COVID-19 Patienten in Verbindung gebracht werden kann.
In der Summe sehen wir einen leichten Anstieg des Sauerstoffverbrauches an der UKD, der aber sehr wahrscheinlich mit Blick auf die sichtlich ruhige Lage am Sondierungszelt der UKD nicht kausal im Zusammenhang mit COVID-19 steht.
Es muss weiterhin davon ausgegangen werden, dass der von der Regierung Merkel vorgenommene Lock Down - oder besser die Ausgangssperren und die Zerstörung zahlloser Wirtschaftsaktivitäten in keinster Weise, nach der Absage der Massenveranstaltungen erforderlich war.
Es zeigt sich somit weiterhin, dass die Öffnung der Geschäfte vor mehr als zwei Wochen keine signifikante Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung hatte und wie schon im April angezeigt am 23.3.2020 bereits nicht erforderlich war, weil die Reproduktionszahl R1 schon damals, nach der Absage von Massenveranstaltungen unter 1 lag.
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