Montag, 16. November 2015

Astronomie - der Weihnachs-Komet und die Highlights des Jahres 2016


Raumsonde Juno erreicht am 4. Juli den Jupiter

In diesen Tagen wird der in 2013 entdeckte Komet C/2013 US10 Catalina am Morgenhimmel des Firmaments zu sehen sein, ab Anfang Dezember dann auch von der Nordhalbkugel aus.vor Sonnenaufgang in ost süd östlicher Richtung erstmals in Erscheinung treten In den kommenden Wochen dürfte er an Helligkeit weiter zunehmen und sogar mit blossem Auge zu sehen sein, eher im Januar 2016 erdnächste Bahn erreichen wird und sich wieder verabschiedet.



Ab 17. Dezember wird Catalina von überall auf der nördlichen Hemisphäre aus zu sehen sein. Es wird der Weihnachtskomet werden, der auch im Januar eines der Highlighs am nördlichen Firmament sein wird, ehe er für das Auge ab Februar wieder unsichtbar wird und sich Ende Februar aus unserem Sonnensystem verabschieden wird.




Catalina wird aber nur den Auftakt zu einer ganzen Reihe an Himmelsereignissen sein. Im Februar folgt dann ein weiterer Komet der allerdings nur mit dem Feldstecher oder einem Teleskop zu sehen sein wird. 

Highlight im März ist die totale Sonnenfinsternis in Indonesien und über dem Pazifik am 9.3.2016. Eine ringförmige Sonnenfinsternis folgt am 1.9.2016 in Zentralafrika.


Die Venusbedeckung im April und der Merkurtransit im Mai vor der Sonne folgen. Im Juni und Juli können von Deutschland aus dann die leuchtenden Nachtwolken am Sommerfirmament bewundert werden - jene Wolken, die im englischen auch als noctilucent clouds bekannt sind.


Am Independence Day der USA wird die Raumsonde Juno den größten Planeten im Sonnensystem erreichen - nach dem diesjährigen Plutoereignis von New Horzizons sicherlich ein weiterer Meilenstein des Weltraumzeitalters. Die Raumsonde hatte am 11. August bereits die Hälfte ihrer Wegstrecke zum Riesenplaneten zurückgelegt. Leider finden diese bahnbrechenden Entwicklungen in der Mainstreampresse nur ein geringes Eche und werden durch die unseeligen Diskussionen zur Finanz- und Flüchtlingskrise überschattet.





Am 14. November des kommenden Jahres gibt es dann am Himmel den größten Vollmond der letzten 68 Jahre zu bewundern. Der Mont wird an dem Tag im Perigäum sich der Erde auf knapp 351000 Kilometer nähern und damit der Erde rund 7000 km näher stehen als im mittleren Perigäum. Dadurch wird die Grösse des Mondes von der Erde aus gesehen um fast 0.8 Prozent  zunehmen - sprich der Durchmesser von rund 33 Bogenminuten wird dann auf 33.504 Bogenminuten zunehmen, soviel wie seit 1947 nicht mehr. Erst im Januar 2034, also in 28 Jahren, wird der scheinbare Monddurchmesser mit mehr als 34 Bogenminuten diesen Spitzenwert deutlich übertreffen.



Keine Kommentare:

Kommentar posten