Mittwoch, 8. Februar 2017

Mondfinsternis am 11. Februar - Komet 45P/Honda-Mrkos-Pajdusakova passiert die Erde...

...so nah wie bislang kein anderer Komet in diesem Jahrtausend. Die Passage von dem im Jahre 1948 entdeckten Kometen 45P/H-M-P erfolgt in nur rund 12 Millionen Kilometern. Nur 7 Kometen haben die Erde in einem näheren Abstand in den letzten 66 Jahren passiert. Der Abstand zur Erde wird ca. dem 31-fachen des Erde Mond Abstandes entsprechen. Der Komet ist ein periodisch umlaufender Himmelskörper der alle 5.25 Jahre die Erde passiert. 


Er wird die Erde in den frühen Morgenstunden des 11. Februar in nur 0.08 AU Abstand passieren und bei guter Witterung möglicherweise mit bloßem Auge sichtbar sein. Falls nicht so wird er mittels eines Feldstechers jedoch sicherlich leicht aufzufinden sein. Der Komet leuchte grün weil er nach seiner Passage um die Sonne Dicarbon emittiert, welches im Vakuum des Weltraums grün zu leuchten anfängt.

Ebenso wird es in der Nacht von Freitag auf Samstag auch noch eine Halbschatten Mondfinsternis geben. Aus astronomischer Sicht hat der 11. Februar somit einiges zu bieten, so wie der gesamte Monat interessante astronmische Leckerbissen parat hält. Derzeit besonders schön zu beobachten ist die Venus die im Laufe des Monats vom Abendstern zum Morgenstern avanciert und die Menschen in aller Welt durch die Nacht begleitet.

Wer sich auf Kometensuche begeben will, der kann bereits ab morgen versuchen den aufsteigenden stellaren Eisbrocken am Himmel aufzufinden. Wo er sich in etwa in den kommenden Tagen aufhält ziegt die im folgenden Link hinterlegte Himmelskarte. Interessierte Beobachter sollten sich am Sternbild Herkules orientieren.


Eine Gefahr für die Erde geht von dem Kometen derzeit nicht aus. Er wird in diesem Jahrhundert noch einige male ähnliche Nahe kommen wie am Samstag. Die letzten 200 Jahre sind astronomisch betrachtet besonders reich an Kometen, welche das innere Sonnenssystem erreichen. Diese Häufung soll zufällig sein und liegt, sofern man Zeiträume von 10 000 Jahren und mehr betrachtet noch im Bereich statistischer Schwankungen. Gleichwohl darf aber auch darüber sinniert werden warum es seit 200 Jahren zum vermehrten Auftreten der Schweifsterne am Firmament kommt. Denn unser Sonnensystem bewegt sich durch neue Gefilde in der Galaxy. 



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