Mittwoch, 24. Juni 2020

Ocugen - ein zukünftiger Multibagger?


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Vergößter Chartausschnitt auf Tagesbasis aus dem Big Picture - Copyright - www.indextrader24.com
Mit freundlicher Genehmigung von tradingview
Liebe Freunde des Friedens und der Freiheit,
liebe Freunde der Liebe und des Glücks,
liebe Mitleser,
die Aktie von Ocugen hat seit dem Jahre 2015 99.97 Prozent an Wert verloren. Als die Aktie vor mehr als 5 Jahren an die Börse kam, habe ich Anlegern in den Foren zu dieser Aktie geraten die Finger von dem Unternehmen zu lassen, dass damals mit viel Tamtam in den Medien beworben wurde. Grund für die damalige Warnung bei heute umgerechneten Kursen von über 700 Dollar je Anteilsschein, war der damalige Fokus des Unternehmens auf ein Remake der Squalamin in der Behandlung retinaler Augenerkrankungen, wie beispielsweise der AMD oder der diabetischen Retinopathie.
Das Squalaminethema hatte ich 10 Jahre zuvor bereits mehr als zur Genüge durchgekaut und war mit dem damaligen Biotechunternehmen Genaera voll auf die - man verzeihe mir die Ausdrucksweise - auf die Schnauze gefallen. Zwar hatten die Squalamine einen gewissen Effekt aber die Wirkung war im Vergleich zur aufstrebenden Anti-VEGF Therapie in der damaligen Zeit begrenzt. Am Ende konnte sich Squalaminelactat in der Therapie der Augenerkrankungen niemals durchsetzen.
Die Wiederauflage desselben Themas mit denselben Leuten, wie Jahre zuvor bei der Pleite von Genaera, mahnte daher auch vor 5 Jahren zur Vorsicht. Man hatte das Squalaminethema einfach wieder neu aufgelegt und den Firmennamen geändert und wieder erlebten die Aktionäre mangels Wirksamkeit wie ihr Kapital mit dem Squalaminmärchen vernichtet wurde.
Zwar ist Ocugen nun nach diversen Reverse Stocksplits und schlechten Studiendaten erwartungsgemäß vom Markt in den Keller geschickt worden, doch zumindest hat man vor Ende der letzten Dekade beschlossen die Finger von Squalamine zu lassen und sich der Gentherapie am Auge zu zuwenden.
Dieser Shift bei der Ausrichtung ist aus medizinischer Sicht zu begrüßen, wenn gleich das Unternehmen hier sich noch mit seiner Produktpipeline im präklinischen Stadium befindet. Besonders angetan hat es mir dabei mittels Adenovirus vermittelter Gentherapie therapeutsche den nukleären Transkriptionsfaktor RORA in die Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration - und zwar sowohl der feuchten als auch der trockenen Form der AMD - einzuführen.
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass bis heute für die trockene AMD (TAMD) keine Behandlung verfügbar ist und an TAMD erkrankte Patienten in sehr vielen Fälle über kurz oder lang an den Folgen der chronischen Entzündung im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens erblinden oder einen hochgradigen Sehverlust erleiden, der die Lebensqualität, wie auch die Selbstständigkeit im Alter massiv beeinträchtigt. Rund 80 Prozent aller AMD-Patienten weisen die trockene Verlaufsform der AMD auf - also rund 5 mal soviele Patienten, wie jene die an der feuchten Variante der AMD leiden.
All diesen Patienten muss man selbst heute noch im Grunde klar machen, dass eine Therapie, die den Krankheitsverlauf stoppt oder zumindest die chronische Degeneration der Retina stoppt bis dato nicht existiert. Dies liegt unter anderem daran, dass man die genauen Ursachen der AMD bis heute nicht hat aufschlüsseln können.
Als gesichert gilt, dass genetischen Veränderungen im Alter scheinbar eine wichtige Rolle spielen - so z.B. im Bereich des age-related maculopathy susceptibility 2 Gens - kurz ARMS-2 Gen.
Das komplexe Wechselspiel der Gene wird dabei offenbar im Zusammenspiel mit dem RORA - Gen vollzogen, welches sich in den Ganglienzellen der menschlichen Netzhaut, wie auch der inneren Körnerschicht der Netzhaut nachweisen lässt.
Bei der AMD kommt es interessanterweise zum Verlaust von Ganglienzellen und damit auch zu RORA-Genprodukten. Ob dieser Verlust an RORA-Genen mit dem Untergang der Ganglienzellen das Fortschreiten der degenertiven altersbedingten Veränderungen begünstigt ist bis heute nach meinen langen Recherchen bis dato ungeklärt. Bekannt ist aber, dass mittels der Gabe eines RORA Agonisten eine Adenovirus (AAV-Vektor) RORA Knockdown im Tierversuch erfolgreich bei der vererbten spinalen Ataxie vom Typ 3 im Kleinhirn (SCAT-3) die Degeneration der Purkinje Zellen verhindern konnte.
Möglicherweise ist eine RORA Gentherapie im Stande degenerative Prozesse, die bei gentechnischm AAV vermittelten Verlust der RORA Funktion unbehandelt zu funktionellen und morphologischen Ausfällen bei vererbten degenerativen Prozessen im Kleinhirn führen, zu blockieren. Zumindest im Tierversuch konnte durch die Gabe eines RORA Agonisten der Knockdown der RORA Funktion und damit der zerstörerische Prozess degenerativer Veränderungen unterbunden oder zumindest zeitlich hinaus zu zögern.
Ob ein solcher Therapieansatz auch bei den erblich bedingten degenerativen und durch SNP Mutation bedingten Einschränkungen der Genfunktion des RORA Gens am menschlichen Auge tatsächlich funktioniert ist bemerkenswerterweise noch nicht all zu intensiv erforscht worden. Denkbar ist aber, das in Analoge zum Schutz der Purkinje Zellen im Kleinhirn durch eine RORA-Gentherapie auch ein Schutz der sensiblen und vulnerablen Strukturen der menschlichen Netzhaut möglich ist.
Da hier komplexe multifaktorielle Wirkungen bei einer solchen Gentherapie vorliegen dürften, wäre es aus wissenschaftlicher Sicht im Hinblick auf Millionen an TAMD Patienten wünschenswert hier alsbald heraus zu finden, ob eine RORA-Gentherapie auch bei der altersbedingten Makuladegeneration die katastrophalen Folgen einer fortschreitenden Degeneration der Netzhautmitte im Alter blockieren oder zumindest verlangsamen kann, so dass Betroffene zu Lebzeiten nicht mehr erleben, wie ihre Augen faktie ihr zentrales Sehvermögen dauerhaft verlieren.
Sollte eine solche gentherapeutische Einflussnahme bei der AMD den erhofften Erfolg bringen und sogar ein Fortschreiten der Erkrankung bei der AMD blockieren, dann wäre dies vor allem im Hinblick auf die TAMD Patienten als ein Meilenstein in der Geschichte der Augenheilkunde zu werten. Ocugen bewegt sich mit seiner geplanten RORA-Gentherapie auf unbekanntem Gebiet. Gelingt es dem Unternehmen beispielsweise nach zu weisen dass die TAMD durch eine RORA-Gentherapie gestoppt werden kann, ähnlich wie durch Gabe eines RORA Agonisten bei SCA-3 bedingten Degenerationen im Kleinhirn bei Mäusen ein genetisch induzierter Folgeschaden durch RORA Knockdown gemindert werden kann, dann ist das Unternehmen sehr wahrscheinlich Milliarden wert und am Ende Ziel einer feindlichen Übernahme.
Dies ist natürlich eine Spekulation auf einen Durchbruch in der Therapie der AMD, welche bei der trockenen Verlaufsform bis heute keiner Behandlung zugänglich ist. Eine Therapie in diesem Bereich die erfolgsversprechend ein Fortschreiten der Erkrankung unterbindet wäre gewiss als Revolutionärer Durchbruch in der Medizin im Bereich der Augenheilkunde zu werten.
Ob es dem Unternehmen tatsächlich gelingt hier den kompletten AMD Markt in Zukunft aufzumischen, wissen wir nicht.
Aber sollten die Bemühungen von Erfolg gekrönt sein, dann könnte sich hier der Kurs der Aktie innerhalb sehr kurzer Zeit vervielfachen und dies noch vor Ende des laufenden Jahres.

Im big picture sind Kursanstiege bis zunächst 10 USD bzw. 21 USD und später auch bis zu 100 USD zu diskutieren

Charttechnisch bilden sich potentielle bullishe Reversalmuster aus - die begleitet werden von Insiderkäufen. Eine positive MACD-Divergenz mit zunehmenden positiven Spannungsbogen weist auf einen möglichen massiven Kursschub in der Zukunft hin. Das Verlassen des Bullkeils in dem die Aktie sich noch bewegt wäre vermutlich der Beginn eines neuen Aufwärtszyklus.

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Kursanstiege auf 100 USD je Aktie sind denkbar - gelte aber sicherlich derzeit noch als utopisch... 
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Startet dieser Aufwärtszyklus dann sind sogar - sofern vom Newsflow untermauert - sogar Kurse jenseits von 20 USD je Aktie denkbar. Langfristig wäre im Erfolgsfall und bei einem Durchbruch in der AMD-Therapie hier auch eine Marktkapitalisierung im zweistelligen Milliardenbereich zu diskutieren.
Shortseller dürften hier weiterhin die schlechten Nachrichten der letzten Wochen, nach dem charttechnischen Erschöpfungsgap bei 9.94 USD je Aktie noch vor wenigen Monaten dazu nutzen ihr Profite einzusammeln.
Die Aktie ist sicherlich auf dem aktuellen Kursniveau ein Risikoinvestment mit der Gefahr des Totalverlustes - sprich eine Wetter auf den Durchbruch in der Gentherapie von Augenerkrankungen, wie der Retinitis pigmentosa, wie auch den verschieden Formen der AMD.
Gelingt es dem Unternehmen hier eine Finanzierung auf die Beine zu stellen, welche insbesondere das potentielle Milliardenschwere Markvolumen im Bereich der AMD Therapie am menschlichen Auge in den Fokus nimmt, dann ist eine vollständige Neubewertung des Unternehmens in der Zukunft zu diskutieren.
Die Chance hier Neuland im Bereich der TAMD-Forschung und Therapie zu betreten ist verheissungsvoll und interessant, wenn gleich hier vieles noch nicht erforscht wurde und somit viele unbekannte Variablen existieren, die sich sowohl zum guten, aber auch zum schlechten auswirken können.
Die Ergebnisse bei der SCA-3 Ataxie im Hinblick auf den Schutz der Purkinje Zellen durch die Gabe eines RORA Agonisten, der nicht Gegenstand des Produktportfolios bei Ocugen ist, lassen aber vermuten dass ähnliche Mechanismen am menschlichen Auge im Falle einer Gentherapie der AMD einen Benefit und Nutzen für erkrankte Patienten darstellen können - vor allem wenn defizienten verloren gegangene RORA Funktion im Auge wiederhergestellt und damit eine modulation der Immunantwort auf retinaler Ebene möglich ist.
Wenn sich diese Vermutung - und mehr ist dies bei mir nicht - sich tatsächlich eines Tages bewahrheiten sollte, dann wird die Aktie sich nicht nur verzehn oder verzwanzigfachen, sondern vermutlich mehr als verhundertfachen und am Ende ein milliardenschweres Biotechunternehmen stehen.
Man darf gespannt sein, ob diese mehr als gewagte Zukunftsprognose hier eines Tages eintreffen wird. Natürlich kann auch alles anders kommen und das Unternehmen kläglich scheitern. Doch dies scheint mir der Markt bereits eingepreist zu haben.
Wenn ihr euch hier reinwagen sollte, so geratet nicht in Schieflage. Beachten sollte man auch, dass morgen die 180 Tagesfrist für ein delisting an der NASDAQ abläuft. Diese kann das Unternehmen aber um weitere 180 Tage verlängern. Andernfalls könnte es passieren, dass die Aktie Ende des Monats nur noch am Pink Sheet Market gehandelt werden kann.
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Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:
Der Autor dieses Beitrages ist in dem besprochenen Basiswert investiert - er behält sich vor mal long mal short zu gehen. Es besteht dadurch stets die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes. Es kann sein, dass der Autor dieses Beitrages je nach Marktentwicklungauch in Zukunft zu gegebener Zeit sich long oder short positioniert, sofern er dem Markt nicht komplett fern bleibt. Desweiteren könnte ein indirekter Interessenkonflikt sehr wohl bestehen, da der Autor in Minen und Rohstoffwerte und Biotechwerte im Bereich Pandemie investiert ist und den Index vorwiegend im Silberstandard inzwischen betrachtet oder nahe stehende Personen in Aktien oder anderen betreffenden Werten investiert sind.
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