Montag, 22. Juni 2020

Wirecard - steigt die Aktie jetzt auf 50 Euro?


202006221005 WDI.pngNach dem Ende einer extendierenden Welle 3/C steigen die Chancen auf einen Rebound bei der Wirecard Aktie... - Chart erstellt mit freundlicher Genehmigung von www.tradingview.com
Liebe Freunde der Freiheit und des Friedens,
liebe Freunde der Liebe und des Glücks,
liebe Mitleser,
machen wir es kurz. Letzte Woche schrieb ich, dass die Aktie von Wirecard bis in den Bereich von 9.90 bis 11.50 Euro fallen sollte. Heute zum Handelsauftakt erreicht die Aktie den zuvor definierten Kurszielbereich. Im vorbörslichen Handel lag der Tagestiefstkurs bei der Soc. Generale bei 10.407 Euro. Im massgeblichen Xetra Handel nach einer Eröffnung bei 14.02 Euro hingegen nur bei 12.99 Euro.
Inzwischen arbeitet die Aktie an einem Rebound, nach dem die Leerverkäufer die Welle 3/C mit einer extendierenden Welle 5 eingetütet haben. Dies bedeutet im Gegenzug, dass jeder der verkaufen wollte inzwischen . zumindest im kurzfristigen Zeitfenster, verkauft hat und bereits ein marginaler Anstieg der Nachfrage einem fehlenden Angebot an Verkäufern gegenübersteht und somit den Kurs der Aktie deutlich steigen lassen kann.
Der heutige Ausverkauf - oder auch sell off im Rahmen der finanlisierten Welle 3/C - zeigte sich so denn auch in einem klassischen abandon baby pattern. Sprich die Bären haben das Kind mit dem Bade ausgeschüttet - und die Bullen brauchen es nur noch aufsammeln. In der praktischen Konsequenz steigt damit für die Bullen die Chance in den kommenden Tagen einen veritablen Rebound hinzulegen.
Die News sind im aktuellen Umfeld gewiss reihenweise schlecht - denn ansonsten stünde die Aktie nicht dort wo sie gerade steht. Pleiteängste, Insolvenzgerüchte, Milliarden die verschwunden sind und möglicherweise abgeschrieben werden müssen, Downgrades und ein mögliches Delisting aus dem DAX, Klagen von Aktionären und vieles mehr - all dass hat zur Vernichtung von mehr als 8 Milliarden Euro an Firmenwert geführt.
Die Frage ist, ob diese massive Vernichtung an Werten - im Raum steht eine Abschreibung von knapp 1.9 Milliarden Euro für ein Unternehmen wie Wirecard gerechtfertigt ist, oder ob der Markt hier nicht übertreibt?
Nun, wenn das Unternehmen Konkurs anmelden muss, dann ist natürlich bei einer solchen Kapitalvernichtung möglicherweise nicht das letzte Wort gesprochen und ein weiterer Draw Down möglich. Freilich muss aber aus technischer Sicht nach dieser extendierenden Abwärtswelle in x1,x2, x3, x4 und x5 Manier in den kommenden Stunden und wahrscheinlich auch Tagen mit einem kräftigen Rebound gerechnet werden.
Sollte das heutige Tief das Ende einer 3-3-5 sharp correction gewesen sein und in den kommenden Tagen die Diskussion sich um die verschwundenen 1.9 Milliarden Euro als Scam - sprich als Schwindel herausstellen - und das vermeintlich verschwundene Geld wie auf wundersame Weise plötzlich anfinden, dann könnte die Aktie sogar recht schnell ihren aktuellen Kurs vervielfachen.
Spielt man ein Szenario durch in dem in solch einem Fall sogar zeitnah die Bilanz für das letzte Jahr dann ein Testat bekommt, dann dürfte die Aktie womöglich sogar einen Großteil der Verlust wieder egalisieren. Gewiss ein mehr als ambitioniertes Szenario aus Sicht der Bullen - aber aus Sicht des Shortsellers ein ebenso zu bedenkendes Risikoszenario, dass dem Leerverkäufer seine sauerverdienten Profite wieder zunichte machen kann.
Zwar glaube ich nicht, dass nach einem solch extendierenden Abwärtsimpuls auf die Schnelle wir hier solch einen massiven Rebound - vielleicht auch bis zur Marke von 72 Euro sehen werden, aber eine Close des Xetra gaps vom letzten Donnerstag bei 39.90 Euro und möglicherweise ein Überschiessen des Kurses in Richtung 50 Euro Marke als technische Reaktion sind angesichts der enormen Volalität bei dieser Achterbahnfahrt der Gefühle im Markt durchaus im Bereich des Denkbaren und auch möglich.
Sollte der Markt sich dabei sogar an den gleitenden Durchschnitten wie der EMA 200 bei aktuell bei 120.28 EUro orientieren, dann würde ein Rebreak der 100 Euromarke den gesamten Abverkauf bei Wirecard zu einem Welle 2 Tief im Big Picture mutieren lassen, einer sharp correction. Auch wenn solch ein Szenario derzeit nicht von mir favorisiert wird und vermutlich die Aktie sich in einem fulminanten Rebound vielleicht auch bis in den Bereich von 70 Euro entladen kann, so wären in einem überschiessenden Reboundszenario alle Kurse unterhalb von ca. 30 Euro wahrscheinlich langfristig Kaufkurse.
Denn in diesem Fall müsste der Aktie im big picture die Ausbildung eines bullish harami cross unterstellt werden, dass anschliessend in der Folgezeit zu neuen Allzeithochs führt. Gewiss ein aus Sicht der Bullen derzeit unvorstellbares Szenario, das so gar nicht in die aktuelle Nachrichtenlage passen will.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob ein solches Bullish Harami cross Szenario sich entwickeln wird. Das Abandon Baby Pattern als Sell Off des Marktes am Ende eines Abwärtsschubes weist darauf hin, dass hier möglicherweise noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.
Sollte die Aktie zum Ende des Tages wieder über 20 Euro stehen und bei rund 25 Euro schliessen, dann ist aus Sicht des Kerzencharts die Ausbildung eines bullishen Belthold Kerzenmusters zu diskutieren oder alternativ ein eher bearishes thrusting pattern.
Im ersteren Fall wäre in den kommenden Zeitfraktalen dann mit einer weiteren Erholung des in den Boden gestampften Kurses zu rechnen - und im letzteren Fall möglicherweise mit erneuten Abgaben.
Ein Tageschluss oberhalb von 41.78 Euro eröffnet die Chance für weitere Shorteindeckungen bis in den Bereich von 59.40 Euro. Knallt die Aktie aus welchem Grund auch immer über die 60 Euromarke, dann dürfen die Bullen auch wieder von Kursen um die 72 Euro träumen.
Das letztgenannte Szenario ist meines Erachtungs aber nur möglich, wenn die verschwundenen Milliarden bei WDI plötzlich von irgendwem aus dem Hut gezaubert werden und sich auf einem Konto in Lichtenstein oder wo auch immer wieder anfinden - oder jemand anderes dem Unternehmen aus der Patsche hilft - entweder in dem es von einem Mitbewerber aufgekauft - sprich übernommen wird - oder es gelint sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen.
Wie auch immer - und was auch immer. An der Börse wäre dann im Falle von Wirecard eine seltene V-Formation als Trendumkehrformation zu diskutieren - getreu dem Motto, was schnell entsteht auch wieder schnell vergeht.
Fazit:
Unterhalb von 60 Euro befindet sich die Aktie übergeordnet in einem Bärenmarkt. Kurserholungen in der Aktie die sich unterhalb dieser Marke erschöpfen sind daher als technische Reaktionen zu werten. Das Szenario einer sharp correction im big picture gewinnt Kontur wenn es den Bullen gelingen sollte den Kurs der Aktie bis in den Bereich der 72 Euromarke zu hieven. In dem Fall erwarte ich mittelfristig die Ausbildung eines bullish harami cross ähnlichen Kursbildes, dass langfristig auf eine Kursexplosion bei der Aktie hinweisen könnte. Wichtig wäre bei solch einer Achterbahnfahrt des Kurses dass sich die Aktie ingesamt in den kommenden Tagen und Wochen oberhalb der 30 Euro Psychomarke auf Schlusskursbasis etablieren kann. Gelingt den Bullen dieses Kunsstück, dann dürfen sich strategische Investoren durchaus die Hoffnung machen, dass bei Wirecard noch nicht das letzte Wort gesprochen ist und das Unternehmen in einigen Jahren besser darsteht als je zuvor. Ein deutsches Enron wäre dann wohl vom Tisch und das Unternehmen im Stande das verlorene Vertrauen der Anleger zurück zu gewinnen.
Ob es so kommt wissen wir nicht, aber denkbar ist alles an der Börse - auch das Gegenteil.
Viel Glück und geratet nicht in Schieflage.
SEND wiht LOVE!
PEACE!
Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Autor dieses Beitrages ist in dem besprochenen Basiswert investiert - er behält sich aber vor mal long mal short zu gehen. Es besteht dadurch stets die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes. Es kann sein, dass der Autor dieses Beitrages je nach Marktentwicklungauch in Zukunft zu gegebener Zeit sich long oder short positioniert, sofern er dem Markt nicht komplett fern bleibt. Desweiteren könnte ein indirekter Interessenkonflikt sehr wohl bestehen, da der Autor in Minen und Rohstoffwerte und Biotechwerte im Bereich Pandemie investiert ist und den Index vorwiegend im Silberstandard inzwischen betrachtet oder nahe stehende Personen in Aktien oder anderen betreffenden Werten investiert sind.
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