Samstag, 15. Juli 2017

Jan Ullrich - eine deutsche Radsportlegende...

Von der Propagandapresse wurde er in den Himmel des Radsportolymps geschrieben und dann gnadenlos fallen gelassen. Jan Ullrich war der bislang einzige deutsche Fahrer, der jemals die TdF gewonnen hat. Er leistet Großes bei der Frankreich Rundfahrt und er hätte sie ohne weiteres auch fünfmal gewonnen, wäre da nicht ein Lance Armstron gewesen, der bis zum Anschlag mit Dopingmitteln vollgepumpt war und der dem Teutonen der Allemannenzunft den Ruhm im wahrsten Sinne des Wortes gestohlen hatte. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir den Sommer vor dem Fernseher verbrachten und mit Ullrich bei der Tour der Leiden mitfieberten. Er quälte sich, wo ander schon längst aufgeben hatten, er verlangte sich alles ab bis zur totalen Erschöpfung und er ging bis an seine Grenzen und darüber hinaus. Jan Ulrich war stets ein Grenzgänger - in allem war er tat. Er einte in dieser Eigenschaft, dass damals noch durchaus spürbar in Ost und West geteilte Deutschland mehr als jeder andere Sportler vor ihm. Immerhin schaffte es der junge Jan Ullrich mit gerade mal 23 Jahren auf dem Höhepunkt der Physis eines Menschen, Millionen Menschen in ganz Europa und in Deutschland im speziellen in seinen Bann zu ziehen. Legendär ist sein Aufstieg zum Superstar bei der 10 Etappe von Andorra vor genau 20 Jahren.


Und wie es so ist, wurde der ehemalige deutsche Superstar des Radsports später von den Meden zerissen. Während ein Franz Beckenbauer noch Jahrzehnte nach seiner Karriere durch die Medien als der Kaiser des deutschen Fussballs herumgereicht wird, wurde Jan Ulrich systematisch ins Abseits manövriert. Freilich der ehemalige deutsche Superstar hat viele Fehler gemacht, doch nur eine von Hass erfüllte Gesellschaft, die keine Liebe kennt, ist bereit ihm diese Fehler niemals zu verzeihen.

Schaut man sich die Vita dieses Ausnahmesportlers an, so muss festgestellt werden, dass die Alkoholprobleme, die er offensichtlich später entwickelte, unter anderem die Folge einer Kindheit  waren in der er für die Eliten zum Ausnahmeradsportler hochgezüchtet wurde. Als junger Mann musste er bereits stets funktionieren. Seine Seele war nicht gefragt - ausser jener des Radsports. Die Folge - Alkoholprobleme und Medikamentenmissbrauch. Er baute dadurch zwei schwere Unfälle bei denen Menschen zu Schaden kamen. Ullrich war am Tiefpunkt angekommen. Inzwischen lebt der inzwischen 43 Jahre alte ehemalige Sportler des Jahres 1997 seit April diesen Jahres auf Mallorca und hat Deutschland den Rücken gekehrt. Zum Tour de France Start nach Düsseldorf hatte man ihn gar nicht erst eingeladen. Warum eigentlich nicht?

Offenbar ist auch dies ein Puzzleteil einer massenmedial initierten Identitätsauslöschung des Nationalbewusstseins in Deutschland. Denn Ausnahmesportler wie Jan Ullrich sind Teil der jungen deutschen Geschichte nach der Wiedervereinigung. Ullrich hat mit seinen Glanzleistungen nicht nur das Land geeint, sondern auch Deutschland würdig mit seinen typischen Leistungsmerkmalen nach aussen repräsentiert. Er zeigte der Welt wozu Wille, Disziplin und das Streben nach Höchstleistung alles im Stande sind. Mit Köpfchen und sorgfältig unter Beachtung seiner Potentiale schrieb er nicht nur Tourgeschichte, sondern auch Deutsche Geschichte. Heute will man ihn offiziell nicht mehr in den Medien weder als durchaus mehr als kompetenten Moderator und Kommentator haben. Im Grunde ein absolutes Unding, angesichts der Expertise die Jan Ullrich besitzt. Es mutet schon wie eine Schande an, wenn man miterleben muss, wie das Establishment dein einst größten Radsportler aller Zeiten in der Geschichte Deutschland und vermutlich auch der Tour de France, einfach hat fallen lassen. Ein Zeichen dafür, dass jene die ihm seine Fehler nicht verzeihen können, selber schwerst gestörte Persönlichkeiten sind. Denn Verzeihen setzt Selbstliebe voraus. Doch daran scheint es den Damen und Herren in den Medien, wie auch im Establishment massiv zu fehlen. Dort regiert der Narzissmus, aber nicht die Barmherzigkeit. Jan Ullrich hat duchaus eine wesentlich bessere Behandlung verdient, als jene die er von offiizieller Seite aus erfährt. 

Legendär seine faire und sportliche Einstellung seinen Mitkonkurrenten über. So zum Beispiel 2003 als Ullrich nach einem Sturz von Armstrong im Anstieg zum Ziel das Tempo raus nahm und auf Armstrong wartete. 


Vorbildhaft in jeder Beziehung war er stets ein fairer Spieler im Karussel der Superstars des Radsports. Eine Eigenschaft die man durchaus auch als typisch deutsch bezeichnen kann. Fairness als Marke? Niemand anderes verkörperte dieses Attribut zur damaligen Zeit besser als Jan Ullrich. Ulle, wie sie ihn heute noch rufen, dürfte in den letzten Jahren gereift sein. Inzwischen ist er dreifacher Vater und hat eine Stiftung gegründet, die sich um das Wohl von Kindern kümmert, die nach Geborgenheit und Schutz suchen. Auch dies vermutlich ein Hinweis darauf, dass er in seiner Kindheit zu oft auf die Geborgenheit und die Nähe zur Familie verzichten musste. Eins ist sicher - Ullrich hat durch seine Glanzleistungen im Radsport, die er nach eigenem Bekunden ohne Einnahme von Fremdmitteln, erzielte, mehr Menschen das Leben gerettet, als die meisten sich vorstellen können. Es dürften Abertausende in der Zeit von Ullrich´s größten Erfolgen von der Immobilität des automobilen Daseins aufs Fahrrad umgestiegen sein und somit ihrer eigenen Gesundheit einen mehr als großen Dienst erwiesen haben, der sich nicht nur in einer verlängerten Lebenserwartung sondern auch in einer größeren Fitness und damit auch verbesserten Lebensqualität niedergeschlagen haben dürfte.

Wenn Ullrich dann am zweiten Tag der Tour de France nur als Zaungast in der 30000 Einwohnerstadt Grevenbroich auftrat, so zeigt dies einmal mehr wie schäbig das Establishment mit jenen umgeht die große Teile ihrer kostbaren Lebenszeit , ihrer Kindheit und Jugend n den Dienst des Staates gestellt haben. Sie haben weiss Gott eine bessere Würdigung verdient. Aber so ist dass inzwischen in einer Welt in der die Eliten jedes Nationalbewusstsein und dessen kulturele Identität auslöschen wollen.

Dabei war Jan Ullrich einer der ganz großen Deutschen in der Geschichte. Einer von dem man sich noch erzählen wird, wenn die meisten von uns schon den Weg allen Irdischen gegangen sind.

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