Samstag, 25. August 2018

100 Jahre Oswald Spengler - das Ende des Abendlandes...

Liebe Leserin,
liebe Leser,
Oswald Spengler ist nur wenigen Deutschen bekannt - obwohl er vor 100 Jahren ein bahnbrechendes und immer noch hochaktuelles Werk in mehreren Bänden herausgebracht hatte, dass gleichwohl recht schwer zu lesen, aber in der Summe zeitlos aktuell ist. Auch wenn Spengler ein Sozialist war und kein Verfechter individueller Freiheitsrechte, war er zeitweise populärer als Thomas Mann.
Oswald Spengler schrieb 1918 das Werk - Der Untergang des Abendlandes
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Bildquelle: Attribution: Bundesarchiv, Bild 183-R06610 / CC-BY-SA 3.0

Sein Werk "Der Untergang des Abendlandes" wurde in unzähligen Auflagen in Deutschland gelesen. Bereits 1918 zum Ende des ersten Weltkrieges wies er darauf hin, dass es einen zweiten Weltkrieg geben würde. Spengler, der als Lehrer unter anderem auch in Düsseldorf in den Fächern Mathematik, Chemie und Biologie unterrichtete, lehnte zu Lebzeiten einen Ruf zum Professor ab.
Sein Versuch die Geschichte durch den historischen Vergleich der Hochkulturen durch Analogiebildung voraus zu sagen ist beispiellos und nach wie vor zeitlos aktuell. Von den Linkssozialisten ein in den Massenmedien weithin hierzulande ignoriertes Meisterwerk, dass für Westeuropa den Untergang voraussagt.
Dabei stellt die Phase der Zivilisation in jeder Hochkultur nach Spengler das Endstadium einer Hochkultur im Sinne des Absterbens dar, welche an ihrem Ende auf Grund einer reproduktionsschwachen und wohlstandsgesättigten Bevölkerung durch eine Zitat "Fellachenkultur" ersetzt wird. Symptomatisch für diese Endphase sei die Existenz des Finanzmagnatentums, die Spekulation und das Streben nach Geld. Geld wird zum Selbstweck und nicht mehr als Instrument zum Handel angesehen.
Jede Hochkultur endet nach Spengler somit in einer von Wohlstand gesättigten Dekadenz in dem Parlamentarismus nur dazu dient die uneingeschränkte Herrschaft einer Elite zu sichern.
Der Beginn des Verfalls der seit mehr als 1000 Jahren währenden westeuropäischen Kultur begann nach Spengler mit der Herrschaft Napoleons vor 200 Jahren. Er sagte voraus, dass Russland die nächste Hochkultur sein wird, welche der westeuropäischen Kultur des Abendlandes nachfolgen wird. Weltkriege und gewalttätige Entwicklungen sind so Spengler typisch an zutreffende Ereignisse, welche das Ende einer Hochkultur begleiten.
Heute - 100 Jahre später - können wir festhalten, dass Europas Einfluss in der Welt am sinken ist. Betrug vor 100 Jahren der Anteil an der weltweiten Gesamtbevölkerung noch rund 30 Prozent, so ist dieser inzwischen auf 12 Prozent gesunken und wird bis zum Jahre 2050 auf nur noch 6 Prozent fallen.
Welche Herausforderungen und Probleme damit für die Zukunft des "Abendlandes" verbunden sind ist nur ansatzweie derzeit erkennbar. Wenn Europa keine adäquaten Antworten auf diese Fragen findet, dann könnte es am Ende tatsächlich im Herzen Europas um es mit Spenglers Worten zu umschreiben zu einem "Klassen- und Rassenkampf" kommen - neudeutsch zu einem Bürgerkrieg.
Wer sich die mehr als 1200 Seiten antun will, der findet im Netz reichlich Ansschauungsmaterial dazu.
Oswald Spenglers Weißsagungen scheinen sich tatsächlich zu bewahrheiten - und dies nicht nur Blick auf die sich in Europa und Deutschland entwickelnde "Fellachenkultur" die nach Spengler symptomatisch ist für den Untergang des Abendlandes und den Untergang jeder anderen Hochkultur in der Geschichte der Menschheit ist...

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