Montag, 27. August 2018

OSIRIS-REx Mission nähert sich dem Asteroiden Bennu...

liebe Leserin,
lieber Leser,
abseits des Mainstreams strebt die Wissenschaft nach tieferen Erkenntnissen über den Asteroiden Bennu. Einem Asteroiden, der mit 492 Metern Durchmesser größer ist als das Empire State Buildung und bei einem Einschlag große Teile des Planeten verwüsten würde. Bei einem Einschlag auf der Erde wäre mit der Freisetzung einer von rund 1200 bis 1450 Megatonnen an Energie zu rechnen - was in etwa der Sprengkraft von 80 000 Hiroshima Bomben oder 25-30 Tzar Wasserstoffbomben entspricht. Damit besitzt dieser Asteroid ein enormes Vernichtungspotential - vor allem wenn man bedenkt dass bereits ein Atomkrieg mit 100 Atombomben ausreichen würde, die Menschheit komplett auszulöschen.
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Quelle des Bildzitates: Nasa
Das offizielle Einschlagsrisiko für die Zeit zwischen dem Jahr 2169 und 2199 wird mit ca. 1:2700 angegeben - aber auch hier scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat für den zuvor genannten Zeitraum acht mögliche Einschläge des Asteroiden berechnet. Diese kommt für alle acht potentiellen Einschlagsmöglichkeiten auf ein kummuliertes Gesamtrisiko von 0.071 Prozent, was in etwa einer Wahrscheinlichkeit von 1:1408 entspricht und damit doppelt so hoch ist, wie das zuletzt offiziell angegeben Impact Risiko des Asteroiden im kommenden Jahrhundert.
Grund genug um mehr Informationen schon heute über den Asteroiden zu sammeln, ehe es für eine Abwehrmassnahme zu spät ist...
Bennu_rotation.gif
Bild: Aufnahme des Asteroiden durch das Arecibo Radar.
Allein der Umstand, dass man mehr als hundert Jahre vor einem potentiellen Einschlagsereignis auf der Erde keine Mühen und Kosten scheut eine Weltraummission mit dem Namen OSIRIS-REx zu diesem Asteroiden zu schicken und dem Grauen aus dem All bereits einen Namen gegeben hat, zeigt, dass der Bolide in Zukunft wohl noch einiges für die nachfolgenden Generationen an Gesprächsstoff parat haben wird und man sich nicht sicher sein kann, ob er nicht doch eines Tags auf der Erde einschlägt.
Denn im kommenden Jahrhundert wird dieser durchaus gefährliche Asteroid die Erde mehrmals streifen und so Gott will auch verfehlen. Da die Flugbahn des Asteroiden jedoch als instabil gilt wird seitens der Wissenschaft versucht langfristig mehr über das weitere Schicksal dieses potentiellem Erdimpaktors zu erfahren.
Nun nähert die OSIRIS-REx Mission sich dem Asteroiden und sendet erste Bilder vom dem Killer aus dem All aus rund 2.3 Millionen Kilometer Entfernung ehe die Raumsonde dann im Dezember in die Umlaufbahn zum Asteroiden einschwenken wird.
In den kommenden Wochen wird die Raumsonde dann wohl ihrem Ziel immer näher kommen und im Dezember dann erreichen und erst einmal umkreisen und vermutlich gestochen scharfe Bilder zur Erde senden, welche weitere Aufschlüsse über den Koloss bringen dürften.
Zwei Jahre soll die Raumsonde den Asteroiden dann der Asteroid umrundet werden und zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen dabei durchführen, ehe sie dann im Jahre 2020 60 Gramm Asteroidenmaterial gewinnen und zur Erde zurückbringen soll.
Die offizielle Begründung das Bennu aus wissenschaftlichen Gründen und nicht im Rahmen einer planet defence Aktion ausgesucht wurde, erscheint mir persönlich wenig glaubhaft zumal Nasa Wissenschaftler ausgerechnet haben, dass der Asteroid in der Lage sein kann am 25 September 2175 die Erde zu treffen.
Langfristige Berechnungen und Simulationen verschiedener Abläufe und Abweichungen zum Asteroiden gehen hingegen davon aus, dass dieser Asteroid in den kommenden 300 Millionen Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von 48 Prozent in die Sonne stürzen wird und mit einer rund 10 prozentigen Wahrscheinlichkeit aus dem inneren Solarsystem geschleudert wird. Die Einschlagswahrscheinlichkeit für die Erde wird dabei mit 10 Prozent angegeben, während diese für die Venus bei 26 Prozent beziffert wird.
Angesichts des Umstandes, dass die Erde alle 130 000 Jahre von einem ca. 500 Meter großen Asteroiden getroffen wird, sind aber solche langfristigen Szenariendiskussionen nach meinem dafür halten mit Vorsicht zu geniessen und könnten nichts anderes als Beruhigungspillen für die Massen darstellen, die man im Hinblick der wahren Einschlagsrisiken des Asteroiden möglicherweise gezielt im Dunkeln lässt...

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