Samstag, 1. Dezember 2018

Weltraum Highlights im Dezember 2018

Liebe Freunde des Friedens,
der Dezember des kommenden Monat ist voll mit einigen Highlights im extraterristischem Raum - sprich dem Weltall.
OSIRIS-REx Mission erreicht den Killerasteroiden Bennu...
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Credits: NASA/JPL Animation
Direkt am Montag wird die OSIRIS-REx Mission den Potential Hazardous Asteroid Bennu erreichen und versuchen auf ihm zu landen. Die Mission ist für die Menschheit und ihren Fortbestand von großer Bedeutung, da die kommenden Generationen sich im nächsten Jahrhundert und auch in Zukunft mit der Möglichkeit eines Einschlages des Asteroiden auf der Erde auseinander werden setzen müssen - auch wenn diese gegenwärtig als gering betrachtet wird, aber wegen der Folgen globale Auswirkungen hätte.
Der 492 Meter große Bolide im Weltall, der am 11. September 1999 entdeckt wurde, könnte dabei in 117 Jahren im Jahre 2135 auf der Erde einschlagen., was aber gegenwärtig als unwahrscheinlich angesehen wird - im Gegensatz zu seinem Vorbeiflug gegen Ende des 22. Jahrhunderts, bei dem ein erhöhtes Risiko für einen Impact auf der Erde besteht.
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Image: NASA/JPL
Die OSIRIS-REx Mission könnte also wichtige Erkenntnisse über Aufbau und Struktur dieses potentiellen globalen Killers bringen. Ein Erfolg der Mission wäre daher im Sinne zukünftiger Massnahmen der kommenden Generationen für die Planeten Verteidigung ungemein wichtig. Ein Fehlschlag der Mission hingegen wäre ganz klar ein Rückschritt für die gesamte Menschheit, da kostbare Zeit für eine erneute Mission dadurch verloren gehen würde.
Der 3. Dezember könnte also ein Hightlight der Astronomischen Forschung werden oder in einem Disaster enden. Im September 2023 soll dann, so denn die Landung auf dem Koloss im All klappt, die Rückkehr der OSIRIS-REx Mission mit Gesteinsproben des Asteroiden zur Erde erfolgen, vorausgesetzt es läuft auch in den Jahren nach dem Touch Down alles nach Plan.
Die Schwerkraft auf dem Asteroiden beträgt mit 0,00009807 m/s² in etwa 1/10000 ´tel der Schwerkraft auf der Erde.
Damit wiegt die auf der Erde rund 860 Kilogramm schwere Raumsonde auf dem Asteroiden gerade mal nur 86 Gramm - also nicht mal annähernd soviel wie ein halbes Glas Wasser. Es bedarf also nicht allzugroßer Energie um die Sonde auch vom Asteroiden weg ins All zu katapultieren, wenn bei der Landemission etwas schief läuft oder diese anderen Einflüssen unterliegt. Ein Mensch würde auf der Oberfläche des Asteroiden nur wenige Gramm auf die Waage bringen.
Abnehmen im Weltraum ist insofern recht einfach - und am Ende alles nur eine Frage der Gravitation...
China landet auf dem Mond...
Ein weiteres Schmankerl im Weltraum hat die Chinesische Raumfahrtagentur CNSA zu bieten. Sie wird zwischen dem 7. und 8 Dezember ihren Mondrover CHANG´E 4 am Südpol des Mondes im Von Karman Krater des Mondes zur Landung bringen. China zeigt damit einmal mehr, dass es bei der Eroberung des Weltraumes große Fortschritte macht und stellt damit die Leistungsfähigkeit ihrer Weltraumprogramme - abseits der westlichen Propagandamedien - erneut unter Beweis. Wer mehr dazu wissen will kann sich unter folgendem Link genauer informieren:
Bereits im Jahr 2019 will China dann mit der CHANG´ E 5 Mission rund 2 Kilogramm Mondgestein zur Erde bringen. Damit ist China auf dem Mond derzeit die am präsenteste Nation auf Erden. Weitere Missionen werden von der CNSA auch in den Folgejahren stattfinden.
Komet 46P/Wirtanen
Der Komet des Jahres - und zugleich der Weihnachtsstern des Jahres 2018 schickt sich an im Dezember ein besonderes Highlight für Fans der Astronomie zu werden. Ich habe dazu schon vor einigen Wochen berichtet. Mehr dazu auch unter folgendem Link:
Am 10. Dezember wird der Komet den Himmelsäquator erreichen und zur Monatsmitte am 16. Dezember das goldene Tor der Ekliptik zwischen den Plejaden und Hyaden erreichen. Zeitgleich mit Erreichen des Goldenen Tors am Firmament wird der Komet dabei nach seiner zuvor stattgehabten Sonnenpassage nicht nur mit 11.4 Millionen Kilometern den geringsten Abstand zur Erde erreichen, sondern auch die größte Helligkeit. Seine Coma und sein Schweif werden dabei eher wie ein mondgroßer milichiger Nebel am Firmament mit bloßem Auge zu erkennen sein.
Gegen Ende des Monats wird der Komet dann für Beobachter in Deutschland so hoch gestiegen sein, dass er am Nachthimmer durchgehend zu sehen sein wird.
Der letzte Komet den ich mit bloßem Auge verfolgen konnte war Hyakutake im Jahre 1996. Der damals für einige Tage von der Erde aus am Himmel zu sehen war. Damals versuchte ich mit meiner Analogkamera ohne Stativ mit einem sündhaftteuren ISO 1600 Film, für den ich rund 4 Unzen Silber bezahlt hatte, Bilder von dem Stargrazer zu machen, was jedoch mehr schlecht als recht gelang.
Mit den heutigen fotografischen Mitteln der Digitalfotografie sind solche Aufnahmen sicherlich leichter und zudem auch wesentlich besser durchführbar geworden - zumal man das Ergebnis sogar direkt bestaunen kann.
Vielleicht erwischt ihr ja ein paar gute Aufnahmen. Falls ja so teilt sie doch einfach mit der Steemit Community und lasst die anderen an euren Erlebnissen bei der Sternenfotografie in hoffentlich wolkenfreien wundervollen Nächten einfach teilhaben.
Carpe noctem und allen ein erholsames Wochenende...

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