Donnerstag, 6. Februar 2014

Europa - die Krise spitzt sich zu...

Draghi heute in der EZB-Pressekonferenz: "Es gibt keine Deflation." Mit dieser Aussage fühlen wir uns zurück erinnert an die Zeit eines Jean Claude Trichet, als dieser einstmal meinte, das Inflation in der Eurzone drohe. Das war im Sommer 2007. Was danach kam ist allen nur zu gut bekannt.

Kurzum - die EZB lügt. 

Fakt ist, dass Deflation in Europa bereits ausgebrochen ist. Hier nur einige Beispiele:

In Griechenland sind die Immobilienpreise auf Talfahrt. Die offizielle Arbeitslosenrate in der Eurozone liegt inzwischen bei 12.1 Prozent. In Italien hat sie mit 12.7 Prozent ein neues Allzeithoch markiert. Die Jugendarbreitslosigkeit in Italien liegt inzwischen bei über 41 Prozent. Die Armut in Italien erreicht inzwischen Rekordniveaus. Der italienische Premierminister warnt vor sozialen Unruhen und Spannungen in Italien. Freilich ist hiervon in der Mainstreampresse nichts zu lesen.

Nach Schätzungen der Citigroup wird Italiens Schuldenstand in 2016 auf über 140 Prozent des Bruttosozialproduktes steigen. Für Griechenland wird eine Ratio von 200 Prozent des Bruttosozialproduktes des Landes erwartet.

Für Griechenland wird im kommenden Jahr eine Arbeitslosigkeit von 32 Prozent prognostiziert. Die Arbeitslosenrate in Spanien befindet sich inzwischen bei 26.7 Prozent. Viele Spanier leben inzwischen auf der Strasse.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien liegt inzwischen bei über 57 Prozent und ist damit höher als in Griechenland.

Die Arbeitslosenrate in Frankreich steigt seit 9 Quartalen in Folge und hat inzwischen ein 16 Jahreshoch erreicht.

Die Autoverkäufe in Europa haben in 2013 den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht.

Die Deutsche Bank weist ein Derivate Exposure von sagenhaften 70 Billionen Dollar auf.

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Die Faktenlage in Europa entlarvt die Aussage von Draghi als eine klare Lüge gegenüber den Völkern Europas.

In der Eurozone liegt - vor allem in der Peripherie Europas inzwischen eine Deflation vor die sich gewaschen hat. Diese gibt es nach offizieller Lesart angeblich nicht. Offenbar hat man bei der EZB inzwischen den Bezug zur Realität verloren, anders ist die Falschaussage des Herrn Draghi nicht zu deuten.

Angesichts der Verlautbarungen aus der EZB dürfte es um die Staatsfinanzen und Volkswirtschaften weitaus schlimmer bestellt sein, als man uns glauben machen will.

Seien sie auf der Hut, wenn die Zentralbanker Dinge von sich geben, die sich in der Realität nicht mehr wiederfinden lassen. In Europa liegt inzwischen vielerorts Deflation vor - erkennbar auch an der zunehmenden Arbeitslosigkeit in vielen Staaten - einschliesslich Frankreich.

Nicht ohne Grund ist der Baltic Dry Index seit Jahresanfang um mehr als die Hälfte eingebrochen.


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