Donnerstag, 6. Februar 2014

FDAX - Flash Crash von 200 Punkten...

Der FDAX kollabierte heute als die EZB ihre Zinsentscheidung bekannt gab in wenigen Sekunden um 200 Punkte. Dies passierte nur im FDAX - nicht aber im DAX selber.


Chart erstellt mit www.tradesignalonline.com

Der Handel im FDAX wurde für 3 Minuten ausgesetzt. Dabei wurde eine Kurslücke gerissen, welche intraday nicht geschlossen wurden und somit für spätere charttechnische Betrachtungen Relevanz hat. Immerhin hat diese Kurslücke im FDAX ein Ausmass von satten 170 FDAX-Punkten - so schnell ging es runter und nach 3 Minuten wieder hoch. Ein Gap Close Szenario sollte daher im Hinterkopf behalten werden.

FDAX mit 170 Punkte Gap intraday !!!

Chart erstellt mit www.tradesignalonline.com

Es zeigt sich einmal mehr wie an den Märkten inzwischen manipuliert wird und dass es schon lange nicht mehr sauber und fair zugeht. Ein weiteres Symptom für totkranke Systeme und Marktbedingungen fernab der Realität.

 Ebenso turbulent ging es kurz darauf an den Devisenmärkten zu. Der Kanada Dollar stieg beim EZB Zinsentscheid gegen den Euro in wenigen Sekunden um fast 60 Pips an, als plötzlich binnen weniger Sekunden und innerhalb von vielleicht 2 Minuten der Euro - man möchte schon meinen durch einen konzertierten Eingriff - in den Markt nach oben knallte. Binnen 5-10 Minuten knallte der Euro dabei um mehr als 200 Pips nach oben. Da wurden so denn auch dann zahlreiche Stopkurse abrasiert. Das ganze hat inzwischen einen faden Beigeschmack und zeigt, dass die Eurosystemkrise von interessierte Seite aus offenbar versucht wird zu verhindern.

Unterm Strich hat der Spike beim Euro heute die technische Ausgangslage beim Euro nur marginal verbessert. Die Gefahr eines Abverkaufs des Euros ist nach wie vor nicht vom Tisch. Denn der EURCAD hat mit der heutigen Bewegung das 61.8% Fibo RT abgearbeitet und seinen Abwärtstrend seit dem Verlaufshoch bei 1.5305 EURCAD erneut bestätigt.

Da der Euro auch auf Tagesschlusskursbasis gegenwärtig die Minimumreaktion der Vortage nicht überwinden kann, muss weiterhin mit hoher Volalität beim Euro gerechnet werden.

So wird auf Grund des Kursverlaufes im EURCAD nunmehr im Count unterstellt, dass das gestrige Tagestief von der Struktur her ein failure 5 einer Welle 1/A war und das Wellenmuster der letzten 24 Stunden eine A-B-C-Bewegung darstellt, wobei die Welle C heute nach dem EZB-Entscheid binnen weniger Minuten zu einer abnormen Bewegung geführt hat, die als vernichtende Welle C klassifiziert werden kann.

Da das intraday Tief im EURCAD das Vortagestief unterschritten hat - kann es sich bei dem heutigen Tagestief im EURCAD nicht um eine Welle 2 handeln, sondern es liegt wahrscheinlich eine Welle B vor, die als runing correction zu der C-Welle am heutigen Nachmittag geführt hat.

Diese sicherlich denkwürdige C-Welle die binnen 5 Minuten einen Kurssprung vollzog der normalerweise Tage braucht ist schon Geschichsträchtig. Der false break wurde intraday schliesslich vom Markt wieder abverkauft.

Akutell notiert EURCAD bei 150.46 EURCAD und somit hat sich ein oberer Schatten ausgebildet, der darauf hinweist, dass es nach wie vor einen Angebotsüberhang gibt und der Euro eher verkauft, als gekauft wird.

Wie die gegenwärtige Wellenstruktur sich auflöst bleibt abzuwarten. Unterstellt man nach dem heutigen Anstieg im Euro als nächstes die Ausbildung einer Welle 3/C Down im EURCAD muss nach wie vor mit einer Abwertung des Euros gegen den Kanada Dollar gerechnet werden, solange der intakte Abwärtstrend seit dem letzten Verlaufshoch im Januar nicht überwunden wird. 

Man gewinnt als Beobachter den Eindruck, dass möglichst viele Marktteilnehmer in den Euro gedrängt werden sollen und fragt sich wer da am Markt derart massiv interveniert um ein Absturz des Euros zu verhindern. Dies würde nach meinem dafürhalten nur Sinn machen, wenn in naher Zukunft ein Schuldenschnitt oder eine Währungsreform in der Eurozone geplant ist. Diese wird natürlich vorher nicht angekündigt und kommt sprichwörtlich über Nacht. Daher empfiehlt es sich die Lage sorgfältig im Auge zu behalten.

Dies würde zum Beispiel auch erklären, warum im FDAX heute plötzlich jemand den Verkaufsknopf gedrückt hat.

Auf jeden Fall hatte der heutige Tag an den Börsen und Finanzmärkten es in sich. Die Marktteilnehmer waren entsprechend "aufgeladen". Die Marktexzesse passen zur gegenwärtig erhöhten Sonnenaktivität - auf die an dieser Stelle bereits heute vormittag hingewiesen wurde.

Vermutlich wird aber schon bald wieder der Rückwärtsgang eingelegt, wenn der Sunspot AR1967 sich am Horizont der Sonne für 3 Wochen verabschiedet...

Viele Grüsse.

Cord Uebermuth.


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