Samstag, 9. Januar 2016

DAX - Game over...

Liebe Leserin, lieber Leser,

zu später Stunde nun nach mehreren Stunden sorgfältiger Analyse ein Freihandchartmodell, welches mit Blick auf den schlechtesten Jahrestart in der Geschichte des DAX die optimistische Erwartungshaltung revidiert und für den Grossteil des Jahres im DAX einen Bärenmarkt favorisiert.

Bereits im November letzten Jahres schrieb ich, dass der DAX keinesfalls mehr unter 10189 Punkte fallen darf, sofern er nicht erneute abstürzen soll. Inzwischen ist er drunter - auch unter 10000 Punkten...


DAX - Prognose aus 2014 und Verlauf...

Chart wurde 2014 mit www.tradesignalonline.de erstellt

DAX - ab jetzt muss umgedacht werden - das neue Szenario sieht einen Kursturz auf 4300 Punkte vor....

DAX - Warnungen und Hinweise auf Verkaufs und Kaufsignale...

Chart erstellt mit www.tradesignalonline.com

...three black crows in den Wochen-Candles in diesem Monat wären ein Hinweis auf einen Crash in diesem Jahr.

Achten sie auf die bearishen Verkeilungen und die bärischen Flaggen aus denen der Index direkt nach unten abverkauft wird. Es wird bewusst ein Worst Case Szenario hier nun besprochen und jede Schönrederei der Situation vermieden. Sollte es anders kommen, so freuen wir uns. Wenn nicht, dann Gute Nacht...

Bis zur EZB-Sitzung sehe ich den DAX auf 8500 Punkte fallen möglicherweise auch tiefer. Rot e Pfeile eingezeichnet im Chart sind die an dieser Stelle gemachten wiederholten Warnhinweise zum DAX. Zwei Tage nach dem Allzeithoch im April erfolgte der dezidierte Hinweis auf die Abverkaufsgefahren. Ich halte keine Shortposition im DAX - aber ein möglicher kurzfristiger Bounce würde von mir zum Kauf einer Shortpostion genutzt werden. Die MoB ist bei 10125 Punkten definiert. Bleibt der DAX unterhalb von 10124 Punkten, dann sind weitere Kursverluste einzuplanen.

Sollte die EZB ihr Anleihekaufprogramm nicht ausweiten, so müssen Anleger sich auf einen Kursturz in diesem Jahr gefasst machen. Ich rechne erst im Oktober diesen Jahres mit einer Ausweitung des Anleihekaufprogramms. Bis dahin sollten die Milliarden, welche die EZB für die Banker gedruckt haben im Markt platziert worden sein, aus dem man die Kleinanleger und die Massen nun schütteln wird - unter welchem Vorwand auch immer. So funktioniert in Zeiten der Bankokratie die Vermögensumverteilung.

Der DAX hat in den ersten 5 Tagen des Jahres fast 1000 Euro verloren! Wie die älteren Börsianer unter Ihnen vielleicht wissen, sind die ersten 5 Handelstage eines Jahres oft wegweisend für den restlichen Jahresverlauf. Ein schwacher Börsenstart ist meist mit einem schlechten Börsenjahr vergesellschaftet.

Wahrscheinlich ist dies erst der Anfang für eine durchgreifende Sollwertverstellung und einen 9 monatigen massiven und extrem verlaufenden Bärenmarkt, der vermutlich bis in den Oktober rein anhalten wird. Natürlich kann all das wesentlich schneller von statten gegen und die 3700/4300 Zone bereits im Frühjahr erreicht werden. Im Turbokapitalismus ist alles möglich geworden. In dem Fall würde dann ab April/Mai für den Rest des Jahres das Wiederaufbau Szenario starten. Das neue favorisierte Szenario ergeht per email an die Leser, die die Arbeit der Webseite mit Spenden finanziell unterstützen und unterstützt haben in den kommenden Tagen.. 

Dieser Bärenmarkt  im DAX wird vermutlich durch eine Vielzahl an Faktoren gespeist. Zum einen durch einen zunehmenden Vertrauensverlust in den Dollar und andere Fiatmoneysysteme und deren Wertbeständigkeit. Auch wird der Markt mit dadurch bedingt steigenden Energiepreisen zu kämpfen haben, da davon auszugehen ist, dass auf Grund der Chinakrise der Dollarschwindel auffliegen wird.

Zwar wird man in einem letzten Kraftakt im Jahreverlauf noch einmal seitens der Zentralbanken gegen die Vernichtung des Dollars ankämpfen, aber zwingend muss auch das nicht sein. Gegen den totalen Vertrauensverlust in den Dollar hilft hingegen nur noch eine gezielte Eskalationstrategie in der Flüchtlingskrise, Krieg, Mord und Vernichtung. Das die Günstlinge und mafiösen Strukturen dieses ruchlosen verlogenen Fiatmoneysystems des US-Dollars auch davor nicht zurück schrecken sieht man am Beispiel Saudi-Arabien, aber auch der USA. Jedes Imperium das untergeht versucht seinen Untergang mit Waffengewalt zu verhindern. Was für das römische Reich gilt, gilt auch für andere Imperien.

Die enorme Ausweitung der Dollargeldmenge wurde hier bereits im Dezember thematisiert. Diese monetäre Expansion an wertlosen Dollars hat insofern fatale Konsequenzen, da bei einem dramatischen Wertverfall des Dollars Anleger aus den USA ihre Gelder reparitieren werden, ehe die Kombination aus Wertverlust und Währungsverlust die Performance verhagelt und ein Staatsbankrott auf Grund der chinesischen Probleme für die USA nicht mehr ausgeschlossen werden kann - vor allem wenn China weitere Dollarverkäufe vornehmen muss um die heimische Wirtschaft zu stützen. Auch eine Erhöhung der Zinsen in den USA wird nicht dazu führen, dass die Anleger die Schulden der USA kaufen werden. Dazu müssten die USA die Zinsen wahrscheinlich auf 20-30 Prozent erhöhen - quasi in einem Akt der Verzweifelung. Die Kernschmelze des Finanzsystems aus Lug. Betrug und Krieg droht nun. Die Auswüchse der Perversion dieses Schuldgeldsystems sehen wir überall auf der Welt.

Hinzu kommt, dass die getürkten Arbeitslosenzahlen der USA - angesichts von fast 48 Millionen Menschen die auf finanzielle Hilfe in Form von Lebensmittelkarten angewiesen sind - das Papier nicht wert sind auf dem sie veröffentlicht werden. Denn wenn Menschen kein Einkommen erzielen um ihre Ernährung zu sichern, dann läuft in den USA etwas gewaltig schief.

Die finanzielle Repression und die Umverteilung  von unten nach oben verläuft nach einem perfiden Schema und tut ihr übriges. Als es noch Zinsen auf Sparguthaben gab, da konnten die Anleger einen Teil dieser Zinsen zum Jahresauftakt an den Aktienmärkten investieren. Dies sorgte in aller Regel für freundliche Jahrestarts an den Märkten. Inzwischen fällt dieser Effekt gänzlich weg - stattdessen werden die Anleger mit Gebühren und Abgaben, Steuern und vielen mehr unnötig belastet, weil dieses korrupte Finanzsystem aus Schulden irgendwie versucht noch zu überleben und möglichst viele Sachwerte sich versucht einzuverleiben. Am besten auf möglichst niedrigem Niveau. So statten die Zentralbanken zu Lasten der Massen und der Bevölkerung die Banken und nicht die Bürger mit aberwitzigen Milliardenbeträgen aus und die shorten die Märkte damit in den Keller - gemunkelt wird von mehr als 600 Milliarden US-Dollar die shortpositioniert sind. Darunter sicherlich auch Verbrecher wie George Soros...

Dadurch wird der Aktienmarkt zunächst in den Keller getrieben. Und dies gleich zu Jahresanfang. Im Bund Future beginnt nun der finale lang erwartete Anstieg. Minuszinsen werden im Jahresverlauf vermehrt auf die Stimmung der Anleger drücken. Ein Einfrieren der Guthaben nach argentimischem Vorbild ist ebenfalls ebenso wenig wie die Enteignung (Bail inn) der Sparer und Anleger nicht ausgeschlossen. In Griechenland wurden bereits die Kleinsparer diese Woche enteignet.

Den Rest des Jahres wird man mit den frisch gedruckten Geldern dann die Aktien einsammeln - ehe man vermutlich ab Oktober, vielleicht auch eher anfangen wird den Markt wieder hoch zu kaufen. Charttechnisch ist ein massiver Kursverfall sogar nötig und zwingend. Eine Energiekrise mit extrem hohen Ölpreisen steigenden Gaspreisen und Rohstoffpreisen ist dabei ebenso geeignet wie eine Eskalation im Nahen Osten, Krieg, und ein Crash an China´s Börsen der sich gewaschen hat. Alles Symptome eines sich in Auflösung befindlichen Geldsystems.

So stiegen spiegelbildlich diese Woche die in den Keller geprügelten Rohstoffe. Der Dollar fängt an zu entwerten.  Erdgas bleibt weiter einer der Favoriten für 2016. Auch Erdöl kann jederzeit im Rahmen einer Dollarschwäche auf Grund der massiven Dollarinflationierung ansteigen und förmlich durch die Decke gehen. Sollte gar Öl nicht mehr gegen Dollars gehandelt werden, dann werden die USA eine ernste Krise bekommen. Egal welcher Aspekt zum Tragen kommt. Der Markt sendet bearische Signale für die Standardwerte aus.

Und sollte die EZB in 2 Wochen nicht liefern - sprich ihr Anleihekaufprogramm nicht ausweiten, dann dürften die Märkte den direkten Weg gen Süden antreten. Bis zur EZB Sitzung sehe ich den DAX auf 8500 Punkte fallen. Versagt die EZB und weitet das Anleihekaufprogramm nicht aus - sprich druckt sie nicht noch mehr nutzloses Zeug aus dem Nichts, dann werden die Märkte vermutlich nur noch einen Weg kennen - abwärts - bis in den April hinein - dann kurz erholen und später bis Oktober auf wenigstens 4300 Indexpunkte fallen. Erste Korrekturen könnten im März/April dann im Bereich um 7700 bis 7800 Indexpunkten einsetzen - ehe weitere Verkaufswellen im Jahresverlauf den DAX bis zu der bis heute viel verdrängten Kurslücke bei ca. 4300 Indexpunkten aus 2008 schicken wird.

Ich weiss - so was ist ja angeblich nicht möglich - zumindest erzählen uns dass die sogenannten "Experten" in den Medien tagein tagaus. Das Problem - sie können nichts anderes erzählen, da sie im Auftrag ihrer Arbeitgeber genau diesen Blödsinn zum besten geben müssen. Natürlich kann der DAX auf 5000 Punkte abstürzen - genauer gesagt 5432 Indexpunkte - überschiessend auch auf 3700 Indexpunkte. Doch keinesfalls darf er mehr unter 3589 Indexpunkte fallen. Andernfalls würde er bis auf 2980 bzw. 2700 Punkte fallen. Im schlimmsten Fall sogar als Running Flat Variante kurzfristig unter 2000 Punkte rutschen...

Selbst dann wäre der langfristige Aufwärtstrend intakt. Je tiefer der DAX fällt, umso stärker wird der spätere hyperinflationäre Anstieg ausfallen. So sind 20000 Punkte und mehr im DAX nach meinem Rechenmodell erst möglich, wenn der DAX vorher auf 4300 Indexpunkte abstürzt. Anders wird eine Aufdehnung der Bollinger Banden im langfristigen Kontext nicht gelingen. Diese Aufdehnung der Bollinger Banden ist aber Voraussetzung, damit die Märkte später durch die Decke gehen können.

Das kann ausgesprochen schnell gehen und dürfte später zu einem noch schnelleren und dramatischeren Anstieg führen. Doch bevor dieser Anstieg im DAX kommt, muss der Markt den Weg des größten Schmerzes betreten Ich schrieb schon im Jahresausblick, dass ich erst in der zweiten Jahreshälfte im DAX mit einem Anstieg rechnen - und das es vorher volatil zu gehen werde. 

Achten Sie darauf, was ich heute geschrieben habe. Denn wenn im Jahresverlauf der DAX und der Dow Jones sich in schwierigstem Fahrwasser sich befinden und alle Welt den Untergang vor Augen hat, dann kommt ihre Stunde. Dieser Absturz am Aktienmarkt kann durch massiv steigenden Rohstoffpreise als Folge einer zu Tage tretenden Dollarinflationierung noch massiv verstärkt werden. Allerdings werden die nicht auf Margin gehandelten Aktien, Minenwerte und Rohstoffwerte als Rettungsboote gesuchte Aktien sein. Small ist beautiful könnte daher in 2016 zu einem echten Renner werden, denn kleine Unternehmen können besser auf Markturbulenzen reagieren, da die Entscheidungswege kürzer und einfacher sind. 

Daher gilt in diesem Jahr bei den blue chips des Mainstreams - in doubt stay out. Als Alternative bieten sich alle Aktien des Rohstoffsektors an, der in den letzten Jahren total unter die Räder gekommen ist und historisch niedrig bewertet erscheint. Dies gilt vor allem für Gold, Silber, Gas und Öl. Auch Zukunftsthemen im Nischenbereich bieten interessante Möglichkeiten in 2016 - abseits des Mainstreams.  Schlaflose Nächte sind in 2016 erneut garantiert - wahrscheinlich häufiger als vielen lieb ist. Denn was an den Devisenmärkten, wie dem CAD$, AUD§ usw. abgeht zerreisst alle Anleger, die ein Währungsrisiko tragen und managen müssen. Erneut bleibt auch dies bezüglich die Forderung nach einem festen Wechselkurssystem bestehen - ohne dass eine Stabilisierung der Marktlage mittel- und langfristig kaum möglich sein wird. Ein festes Wechselkurssystem ist aber nur mit einer Deckung möglich - ob durch Gold, Silber, Öl oder Gas - bleibt dahin gestellt. Solange dies nicht der Fall ist wird alles was ungedeckt ist Probleme bekommen. Die Ausfallrisiken sind enorm. Und scheinbar gibt es enorme Positionsschieflagen im Markt, die entsprechenden Verkaufsdruck ausüben

Treffen Sie Vorsorge und bleiben Sie gesund. 

Herzliche Grüsse.

Cord Uebermuth.



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