Mittwoch, 28. März 2018

DAX - quo vadis?

Heute gibt es von mir an dieser Stelle keine Handelsmarken. Stattdessen soll ein Blick auf die Wellenmuster und mögliche Szenarien geworfen werden, in welche die Handelsmarken der kommenden Wochen und Monate eingeordnet werden sollten.




Seit Anfang Februar befinden sich die Märkte in einer Schwächephase. Mit Wiederauflage der Groko verlor der DAX in der Spitze gegenüber dem Jahreshöchststaand mehr als 13 Prozent an Wert. Statistisch betrachtet ist vor diesem Hintergrund mit Blick auf die kommenden 3-4 Wochen daher zumindest mit einer technischen Reaktion zu rechnen.

Aller Erholungsansätze im DAX erschöpften sich unterhalb der Minimumreaktion, die bei 12499 Punkten definiert wurde. Unterhalb der 12499 Marke ist also prinzipiell mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von weiteren Kursverlusten auszugehen. Doch so einfach ist die Sache nun auch wieder nicht. Je nach Elliotwellen Count kann es vorher statt eines weiteren direkten Abverkaufs auch ein mehr oder weniger deutliche Korrekturbewegung geben deren Ausformung und Bild vollkommen unklar ist. Gesetz dem Fall das bisherige Jahrestief stellt eine überschiessende Welle b einer a-b-c Korrektur einer B-Welle im Rahmen einer Anfang Februar begonnenen Korrekturbewegung dar, so ergeben sich aus Sich der Bullen mögliche Konterszenarien, die sofern weitere Anschlussverkäufe nunmehr ausbleben, zu Shorteindeckungen führen können von zu früh eingegangenen Shortpositionen. Im Falle einer Running Correction, die eine Welle 2/B darstellen kann wäre sogar ein Anstieg auf bis zu 12793 Indexpunkte im DAX legitim. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass von nun an kein neues Jahrestief mehr per Tagesschlusskurs ausgebildet wird.

Im Falle einer solchen wahrscheinlich bearishen Verkeilung im DAX-Chart wäre das erste Anlaufziel die 12204 Indexpunktemarke und nachfolgend die 12384/12404 Punktezone. Ist die Welle c einer solchen Welle 2/B dann eine klassische running correction, dann wäre ein Anstieg bei close per EOD oberhalb von 12384 Indexpunkten auf nachfolgend 12636 bzw. maximal 12793 Indexpunkte noch erlaubt. Spätestens im Bereich von 12793 Indexpunkten müssten die Bären dann jedoch ihren nächsten Angriff starten um einen Crashartigen Folgekurssturz bis auf 9919 Indexpunkte - vorgelagert 10337 bzw. 11014 Indexpunkte.

Dabei würde die 11014 Indexpunkte nach einem solchen Anstieg in Richtung 12793 Indexpunkte einer A=C Variante eines A-B-C Zigzag entsprechen und sollte es zu einer Ausdehnung einer solchen C-Wave - ausgehend von 12793 Indexpunkten kommen, dann läge das Kursziel im Bereich von 9919 DAX-Punkten. Im letztgegannten Fall einer C ungleich A Variante wäre im Falle der Annahme einer langfristigen komplexen Korrekturphase davon auszugehen, dass der Markt vermutlich einen übergeordneten double zig zag oder gar triple zigzag ausbildet. Das Ziel eines solchen Double zigzag wäre dann die 2.618 Extension der Welle A bei genau 8145 Indexpunkten im DAX, was charttechnisch einen backtest auf das Allzeithoch aus den Jahrzehnten zuvor darstellen würde.

Schafft der DAX es nicht einen klassischen running correction im Sinne einer Welle 2/B ausbilden und auf 12793 Punkte anzusteigen und ebenso wenig die 12500 Punktemarke zu überschreiten, dann wäre alternativ ein weiterer direkter Abverkauf zu diskutieren, der dann in der Gegenvariante zum Bullenkonter Kursziele im Bereich 9588/9607 Indexpunkten aktiviert oder in der A=C Variante zumindest einen weiteren Kursverfall auf 10763 Indexpunkte nach sich ziehen würde. Diese direkte Abverkaufsvariante wird kurzrfristig schwierig aus Sicht der Bären und gefühlt neige ich zur steilen bearischen Verkeilung in Form einer Welle 2/B mit einem Maximalanstieg und Idealziel bei 12793 Indexpunkten in den kommenden 3-4 Wochen - vorausgetzt keine neuen Jahrestiefs treten vorher auf.

Im Bereich der 12793 bestünde dann ein interessantes Set Up für den Start einer neuen "Katastrophenwelle" auf der Unterseite. Ob diese "Katastrophenwelle" dann einen Crash einleitet oder ein finaler Abschluss einer lediglich scharfen Korrektur darstellt wird im wesentlich von ihrem Ausmaß abhängen. 

In der A=C Variante mit Ziel bei 10763 Indexpunkten wäre im Anschluss eine hochdynamische Anstiegsrally wahrscheinlich. Unterhalb von 10763 wäre noch bis in den Bereich von 9919/10337 DAX-Punkten eine "strapazierte" Welle C eines Zig Zag durchaus noch als vertretbar anzunehmen - jede weitere Ausdehnung unterhalb von 9919 Indexpunkten würde hingegen eher für eine Crashvariante sprechen, die dann zu einem backtest und einer Maximalausdehung in Richtung 8145 Indexpunkten im DAX führen dürfte.

Ein solcher Absturz wäre insgesamt kritisch zu sehen und sollte dann freilich in einem solchen Szenario nicht mehr zu nachhaltigen und signifikanten Bruch der 8135/8145 Punktemarke führen, die derzeit als unbestätigte Unterstützung fungiert.  

Umgekehrt gilt, dass ein Monatsschlusskurs oberhalb von 12800 Indexpunkten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Rücklauf an die Jahreshochs führen wird und in der Folgezeit dann ein Ausbruch über dieselben diskutiert werden müsste, deren Kursziele dann wie bereits vor Wochen hier illustriert dann über 17000 Indexpunkte reichen. Vor solch einem Szenario steht aber wahrscheinlich die Vollendung einer komplexe Korrektur an, die zeitlich und preislich sich durchaus noch strecken kann.

Kurzfristig haben die Bullen im Fall einer bearishen Verkeilungsvariante Reboundchancen, welche die Bären oberhalb von 12404 bzw. 12636 vermutlich spätestens bei 12793 Indecpunkten für einen Gegenschlag nutzen dürften.

Fällt der DAX direkt auf neue Jahrestiefs per EOD, dann wäre dies ein Hinweis für ein fortgesetzte Marktschwäche und direkte Abverkäufe in Richtung 9588/10004 Indexpunkte. Letzteres können die Bullen nur verhindern, in dem sie tatsächlich den DAX bis zur besagten 12793 Punktemarke hieven - in dem Fall würden die Kursziele im big picture auf der Unterseite sich signifikant zu Gunsten des langfristigen Aufwärtsbildes verschieben.

Herleitbare Kursziele bis 7836 Indexpunkte würden sich in diesem Fall für ein Extremszenario einer Katastrophenwelle 3/C signifikant auf 8145 Indexpunkte verbessern, was im big picture aus Sicht des big moneys eine gänzlich andere Aussagekraft hätte als durch einen direkten Abverkauf eine "Katastrophewelle" 3/C Extrem mehr als 400 Punkte unter das Allzeithochs der Jahrzehnte zuvor zu zulassen.


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