Sonntag, 11. März 2018

Die Freiheit hat Syphilis...

Freiheit ist ein kostbares Gut. Die Menschen in Europa haben sich ihre Freiheit in zum Teil blutigen Aufständen und enormen Opfern erkämpft und lange Zeit bewahrt. 

Die Freiheit kann als Zustand eines nicht unterdrückten und unabhängigen Lebens definiert werden - in dem Menschen nicht wegen ihrer Gesinnung oder der Äußerung ihrer freien Meinung verfolgt werden oder in Gefangenschaft leben müssen.

Doch Freiheit ist mehr nur ein unabhängiges Leben, welches sich viele in Unfreiheit lebende Menschen wünschen, die meinen das Freiheit aus dem Nichts heraus kommt. Freiheit heißt auch und im ebenso großen Maße Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen, und nicht darauf zu warten, dass andere dies für einen tun.

Soweit und so gut. Der Staat sollte nur da helfen, wo alle Stricke gerissen sind, weil Krankheit, Unfall oder ähnliches ein selbstbestimmtes Leben in Eigenverantwortung nicht mehr erlauben oder zu lassen. Das gilt im besonderen für jene Menschen, die jeden Tag auf diesem Planeten zu abertausenden verhungern.

Freiheit kann freilich nicht darin bestehen, die Freiheit anderer Mitmenschen einzuschränken, um daraus einen eigenen Vorteil zu ziehen.  Rousseau war es, so glaube ich der einmal sagte:

"La liberté des uns s'arrête là où commence celle des autres" 


Dies bedeutet soviel, wie:

"Die Freiheit des einen endet da, wo die der anderen beginnt"

In Art. 4 der Deklaration der Menschen- und Bürgerrechte vom 26. August 1789 ist dies auch festgehalten worden. Dort heisst es:

« La liberté consiste à pouvoir faire tout ce qui ne nuit pas à autrui : ainsi l’exercice des droits naturels de chaque homme n’a de bornes que celles qui assurent aux autres membres de la société la jouissance de ces mêmes droits. Ces bornes ne peuvent être déterminées que par la loi. »
"Die Freiheit besteht darin, alles tun zu dürfen, was einem anderen nicht schadet: Die Ausübung der natürlichen Rechte eines jeden Menschen hat also nur die Grenzen, die den anderen Mitgliedern der Gesellschaft den Genuss ebendieser Rechte sichern. Diese Grenzen können nur durch das Gesetz bestimmt werden."

In Art. 11 heisst es weiter zur Freiheit der Meinungsäusserung:
« La libre communication des pensées et des opinions est un des droits les plus précieux de l’homme : tout citoyen peut donc parler, écrire, imprimer librement, sauf à répondre de l’abus de cette liberté, dans les cas déterminés par la loi. »
Die freie Äußerung von Gedanken und Meinungen ist eines der kostbarsten Menschenrechte: Jeder Bürger kann also frei reden, schreiben und drucken, vorbehaltlich seiner Verantwortlichkeit für den Missbrauch dieser Freiheit in den durch das Gesetz bestimmten Fällen.

Art. 4 und Art. 11 der Deklaration der Menschenrechte vom 26 August 1789 sind wesentlicher Bestandteil einer freiheitlich demokratischen Kultur. Doch wie steht es um die Zukunft der Freiheit in Europa und damit um den Frieden der Menschen?

Unfreiheit und Unterdrückung - kurzum der Missbrauch der Macht führt immer zu Krieg und Elend. Umso gravierender ist es, wenn der Missbrauch der staatlichen Gewalt dazu führt, dass Freiheiten in zunehmenden Maße abgeschafft oder sukzessive eingeschränkt werden und durch Kontrolle und Überwachung, die in letzter Instanz zu Unterdrückung und Gewaltmissbrauch führen, einmüden.

Die de facto Abschaffung der Meinungsfreiheit in Deutschland in Staatsstreichmanier durch das Netz-DG vom Juni letzten Jahres stellt nicht nur einen massiven Eingriff in die grundgesetzlich geschützten Rechte der freien Meinungsäusserung dar, sondern ist auch zugleich ein Ausdruck von Gewaltmissbrauch durch den Staatsapparat.  

Das fatale darn ist, ähnlich wie bei einer syphilitischen Erkrankung, dass die Bevölkerung diesen Entzug der Freiheit, die in letzter Instanz in einem Bürgerkrieg einmünden wird, bereits nicht schon direkt revidiert und stattdessen es zulässt dass der Eingriff in die persönlichen Freiheiten jedes einzelnen immer weiter forciert wird. Die Abschaffung von Bargeld ist ein solcher Anschlag auf die grundlegenden Menschenrechte eines jeden einzelnen und ebenso Ausdruck des Missbrauchs des Gewaltmonopols durch staatliche und nicht staatliche Stellen in einem sicherlich mehr als nur verantwortungslosen Ausmaß.

Jeder Bürger einer freiheitlich orientierten Gesellschaft sollte sich im klaren darüber sein, das Freiheit nicht bedeuten kann, auf Kosten anderer Menschen sich ein schönes Leben zu machen und es sich gut gehen zu lassen. Wenn also derzeit rund 50 Prozent der Bevölkerung in Deutschland auf Kosten der Nettosteuerzahler inzwischen leben und entlohnt werden und weitere 30 Prozent von diesen alimentiert werden, dann ist dies nicht nur ein Missbrauch des Freiheitsbegrffes, sondern stellt ebenso einen Verstoß gegen Art. 4 der Deklaration der Menschenrechte dar. Denn Freiheit bedeutet gerade nicht auf Kosten andere zu leben und damit deren Freiheiten einzuschränken oder ihnen diese sogar zu nehmen.

Genau dies passiert aber im zunehmenden Masse in der Gesellschaft, wo es viele Menschen sich in der sozialen Hängematte der Leistungsträger der Gesellschaft  ohne Not - gemütlich gemacht haben, ohne bereit zu sein selber Verantwortung für ihr Leben und ihr Handeln zu übernehmen.

Wie war das noch? Meine Freiheit endet da, wo jene der anderen beginnt. Ist es nicht Ausdruck eines Systems des Missbrauchs der Menschenrechte, wenn im Namen der Freiheit Kriege geführt werden und Menschen sowie ganze Nationen okkupiert und ausgebeutet - ja in vielen Fällen sogar missbraucht werden?

Es hat den Anschein, als ob in unserer heutigen Zeit, wo seit rund zehn Jahren auch die Zahl der Syphilliserkrankungen am explodieren ist, der phasenhafte Prozess des systematischen Freiheitsentzuges einen ebenso stadienhafte Verlauf nimmt, wie die Lues, die als Syphilis im Endstadium zum Verlust aller kognitivien Funktionen führt, nachdem sie jahrelang mehr oder weniger zwischenzeitlich Phasen einer ruhenden Erkrankung aufwies.

Heute muss kein Mensch an Syphilis mehr sterben, da Therapien zur Verfügung stehen, welche die Erkrankung heilen kann. 


Doch wie steht es um den Zerfallsprozess der Freiheit in Europa und der Welt? 

Welches Antibiotikum hilft, wenn Teile der Gesellschaft und des Systems versuchen sukzessive die gesunde Grundlage einer funktionierenden Gemeinschaft von Menschen und Personen zu zerstören? Ja vielleicht sogar in kriegerischer Absicht gezielt angreifen, Grenzen überschreiten und damit die Leben vieler Menschen unnötig in Gefahr bringen, in dem Sie sich über Recht und Gesetz stellen und sich über die Grundrechte aller Menschen auf Erden erheben!?

Das Gegengift um den Zerfallsprozess der Freiheit zu stoppen heisst - WIDERSTAND und AUFKLÄRUNG.

Doch mit Widerstand allein ist es nicht getan, da die fortgesetzten Angriffe auf die Freiheit der Menschen durch jene, die selber keine Verantwortung für ihr Leben übernehmen wollen, die Wunden nicht heilt welcher der syhillitisch anmuntende Zerfallsprozess der Freiheit in der Gesellschaft anrichtet. Freiheit ist bedeutet nun mal nicht, dass man immer nur die Hand aufhält und darauf wartet, dass jemand einem auf die Beine hilft. Freiheit bedeutet, selber aufzustehen und selber Veranwortung für sein Leben zu übernehmen, sofern man gesundheitlich dazu in der Lage ist. Jeder gesunde Mensch, der darauf setzt, dass er ein freies Leben führen kann, in dem er dieses dem Staatsapparat oder anderen anvertraut, darf sich nicht wundern, wenn er selber für den Rest seines Lebens in Unfreiheit leben wird. Das Leben in der sozialen Hängematte des Staatsappartes wird in Wirklichkeit in letzter Konsequenz daher am Ende in einem Leben totaler Unfreiheit und Abhängigkeiten enden - in Armut und im schlimmsten Fall sogar Krieg.

Jeder der selbst Verantwortung für sein Leben übernimmt, trägt ein Stück dazu bei, dass die Welt in der wir leben am Ende friedlicher und gerechter wird. Denn solche Menschen wissen um den Wert der Freiheit und das unbegrenzte Potentialwachstum des Glücks, welches ein Leben in Freiheit mit sich bringt.

Die Heilung aller Wunden und die restitutio ad integrum einer unfreien und gespaltenen, möglicherweise sogar sich bekriegenden Gesellschaft - also die völlige Wiederherstellung einer gesunden freiheitlichen gesellschaftlichen Grundordnung im nationalen, wie auch internationalen Masstab  - kann nur durch die Kraft der Liebe erfolgen - durch eine Liebe die nicht an Bedingungen, an Erwartungen und an Überzeugungen geknüpft ist, sondern eine Liebe welche in Achtsamkeit, Toleranz und gegenseitigem Respekt wachsen und gedeihen kann.

Widerstand zu leisten, heisst Grenzen setzen. Es bedeutet: "Bis hier hin und nicht weiter!". Grenzen setzen ist wichtig, da die Grenze den Beginn der Freiheit des anderen markiert. 
Die Grenze ist in einer begrenzten Welt ein zentrales Element zu Bewahrung des gesellschaftlichen Friedens auf Erden - sowohl im privaten, als auch im gesamtgesellschaftlichen Maßstab. 
Grenzen zu achten ist ebenso wicht, denn dies heisst auch die Menschen zu achten, welche diese Grenzen setzen und sie zu akzeptieren und bedingungslos zu tolerieren. Genau dies ist die Grundlage für Glück und den Frieden auf Erden.

Die Freiheit liebt und lebt von der Frage, ob es dem anderen Recht ist...

Wer diese Frage, bei allem was er tut, nie stellt, der achtet weder den Menschen, sein Gegenüber, noch sonst irgendjemanden auf dieser Welt - und am wenigsten sich selbst. Denn Menschen, die nicht fragen ob es dem anderen recht ist, versuchen nur ihren eigenen Vorteil auf Kosten der Freiheit des anderen durch zu setzen und daraus Profit zu schlagen. Eine solche Handlungsweise ist Ausdruck großer Unreife, da die Folgen des eigenen Handelns mit zeitlicher Latenz umso schlimmer auf die eigene Person zurückfallen werden. Wer so handelt, der handelt unachtsam und geht schlecht mit sich selber um.
Genau deshalb ist die Frage nach der Rechtmäßigkeit des eigenen Handelns stets von so enormer Bedeutung für eine Gesellschaft im ganzen, wie auch für jedes einzelne Individuum, das in ihr lebt oder zumindest zu überleben versucht.
Gerecht sein ist Ausdruck sozialer Kompetenz. Soziale Kompetenz ist die Grundlage für ein Leben in Freheit und Frieden.  Frieden und Freiheit sind die Grundlage, damit Liebe in dieser Welt wachsen und gedeihen kann.
Wer Kriege führt, Freiheiten einschränkt und das Individuum im Sinne seiner eigenen Interessen zu maßregeln  und zu manipulieren versucht, ohne den anderen zu fragen, ob es diesem Recht ist, der handelt verantwortungslos und zielgerichtet gegen die Freiheit und die einvernehmliche Grundlage des friedlichen Zusammenlebens aller Menschen auf Erden, deren Grundlage die Liebe und nur die Liebe sein kann.
Eine Gesellschaft und der Frieden könnten nur mit Liebe wachsen und gedeihen. Es ist ein Irrglaube vieler Politiker zu denken, dass der Entzug der Freiheiten und die Errichtung von Überwachungsstrukturen, die tief bis in die Privatsphäre der Menschen inzwischen vollzogen werden, eine Grundlage für einen verantwortungsvolles Leben in Frieden und Freiheit darstellen würden.

Die Errichtung des Überwachungsstaates, ist ebenso wie die fortgesetzte Teilhabe an Kriegen Ausdruck eines syphilitischen Zerfallsprozesses der Freiheit und damit auch des Friedens in einem sich auflösenden Staatsgebilde, das es nicht verstanden hat, die Grundwerte einer jeden Zivilisation zu schützen, welche in der Deklaration der Menschenrechte vom 26. August 1789 niedergelegt worden sind und alternativlos sind, wenn es darum geht den Frieden und die Freiheit - und damit das Glück aller Menschen auf Erden zu bewahren.

In diesem Sinne,

ein erholsames und hoffentlich friedliches und lebendigs Wochenende allen Leserinnen und Lesern.

Ihr

Cord Uebermuth.

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